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Allgemeines
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Liebestoller Rehbock auf der Fahrbahn? - Langsam fahren!

Ein wichtiger Beitrag des Deutschen Jagdschutzverbandes zur Verkehrssicherheit und Wildpflege auf Deutschen Straßen:

Paarungszeit beim Rehwild: Zahl der Wildunfälle steigt

Genau genommen sind Rehe auch nur Menschen. Steht die Sommersonne hoch, beginnt auch das Rehwild zu schwitzen. Praktisch kann es das zwar nicht – das Reh besitzt keine der dazu notwendigen Drüsen – doch hält dies das Tier nicht davon ab, in einen temperamentvollen Liebesrausch zu verfallen. Hat dann der Bock „seine“ Ricke erst einmal im Visier, fahren die Hormone Achterbahn – und die Autos nach wie vor auf den Straßen. Mag der Rehbock auch rot sehen, das Signallicht einer Ampel interessiert ihn schlichtweg nicht.

Die Paarungszeit, die bei anhaltendem heißen Wetter beginnt, bedeutet Gefahr für die Autofahrer, warnt der Deutsche Jagdschutzverband (DJV). Denn ist der Rehbock auf Brautschau, treibt er seine Verehrte auch tagsüber oft kilometerweit durch Wald, Flur und über Straßen. Eine schweißtreibende Angelegenheit zwar, doch lassen ihn die vom Menschen geschaffenen Verkehrsregeln kalt – die Unfallgefahr steigt. Die aktuelle Wildunfall-Statistik des DJV weist für das vergangene Jahr bundesweit 214.483 Unfälle mit Rehwild aus. Das sind zirka acht Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten der unfreiwilligen Kollisionen ereigneten sich der Statistik zufolge in Bayern (44.262), Niedersachsen (29.201) und Baden-Württemberg (24.470). Trauriger Rekordhalter ist prozentual gesehen Nordrhein-Westfalen: Dort lässt jedes dritte Reh aus der Jagdstatistik (32 Prozent) sein Leben auf der Straße. Zwar ereignen sich die wenigsten Wildunfälle naturgemäß in den Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg. Doch trafen in der Hansestadt im vergangenen Jahr immerhin noch 373 Tiere auf ein Fahrzeug statt auf den paarungswilligen Partner. Der DJV schätzt die Dunkelziffer als hoch ein.

Ihren Höhepunkt erreicht die Paarungszeit der Rehe im Juli und August. Der DJV rät daher ab jetzt und in den kommenden Wochen auch tagsüber mit verstärktem Wildwechsel zu rechnen. Zudem appelliert der Verband an das Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer insbesondere auf Landstraßen entlang der Wald-Feld-Grenzen, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren.
Der Liebe wegen – zum Rehwild.
 
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Neue Infomappe der Beratungsstellen für selbstständiges Leben im Alter

Ein Sturz in der Wohnung, eine plötzliche schwere Erkrankung, eine einsetzende dementielle Veränderung – es gibt viele unterschiedliche Anlässe, warum sich Menschen unerwartet mit einer neuen Lebenssituation auseinandersetzen müssen und rasche und zuverlässige Hilfe und Unterstützung benötigen. Dann stellt sich die Frage: Wo finde ich die notwendigen Hilfsdienste? Wer bezahlt die Hilfe? An wen kann ich mich wenden?

Anlaufstelle in solchen Fällen sind die acht „Beratungsstellen für selbstständiges Leben im Alter“ der Landeshauptstadt Wiesbaden. Aufgeteilt nach Regionen sind die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ansprechpartner für Wiesbadener Bürger ab 60 Jahren und deren Angehörige. Sie beraten zu Fragen rund ums Alter und geben Unterstützung bei der Organisation einer häuslichen Versorgung, zeigen Möglichkeiten der Betreuung auf oder helfen bei der Klärung sozialhilferechtlicher Ansprüche.

Die Leistungen der Beratungsstellen für selbstständiges Leben im Alter ist für Wiesbadener Bürger kostenlos.

Aktuell haben die Beratungsstellen eine Mappe zusammengestellt, die zu vielen Themenbereichen Ratschläge und Tipps gibt sowie Ansprechpartner nennt. Themen sind beispielsweise „Hauswirtschaftsdienste“, „Essen auf Rädern“, „Hausnotruf“, „Mittagstische“, „Angebote für Menschen mit Demenz“, „Pflegedienste“, „Pflegeheime“, „Tagespflege“, „Wohnen im Alter“.

Die Infomappe gibt es in allen Beratungsstellen für selbstständiges Leben im Alter.
 
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Baum ab - auch in Kastel

Baumpflegarbeiten und dringende Baumfällungen
Im Nerotal wird in den nächsten Tagen eine bereits abgestorbene Eibe entfernt. Auch ein so genannter Korkbaum hat im Frühjahr nicht mehr ausgetrieben und muss gerodet werden. Für den Herbst werden Nachpflanzungen an gleicher Stelle vorbereitet.

Auf den Rheinwiesen eine Robinie fast abgestorben. Der Baum ist am Stammfuß stark eingefault und ist nicht mehr standsicher. Er muss ebenso wie Am Fort Bieler ein Baum mit abgestorbener Krone und am Paulus Platz ein Schnurbaum mit starken Einfaulungen am Stammfuß kurzfristig entfernt werden.

Auch auf dem Neroberg sind Fallungen aus Sicherheitsgründen notwendig: Dort ist eine alte Eiche abgestorben. Sie war bereits seit Jahren stark geschwächt und wurde deshalb mehrfach zurück geschnitten, um sie so lange wie möglich zu erhalten. Der Baumtorso soll in einem Stück entfernt und an dem angrenzenden Waldrand abgelegt werden. Hier wird er dann als Nahrungsgrundlage für Kleinstlebewesen und Insekten dienen. Zum Erhalt des Baumbestandes auf dem Neroberg wird für den Herbst die Nachpflanzung einer Eiche vorbereitet.

Im Schelmengraben sind bei den aktuellen Baumkontrollen mehrere Robinien aufgefallen, die kurzfristig gefällt werden müssen. Die Wurzeln sind von Pilzen befallen. Ebenso müssen an einer Pappel, um Gefahren abzuwenden, Äste zurück geschnitten werden. Die Baumarbeiten sind mit dem Umweltamt abgestimmt.
 
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Pilze in den eigenen vier Wänden ? – es muss nicht immer Schimmel sein

Untermieter der besonderen Art: Gelber Faltenschirmling

Wer kennt ihn nicht, den leicht muffigen, feuchten, pilzartigen Geruch in alten Gewölbekellern oder den intensiven Geruch in feuchten, herbstlichen Wäldern, wenn die ersten Pilze ihren Hut aus dem Waldboden empor strecken.

Doch welche Ursache könnte es haben, wenn es in der eigenen Wohnung oder dem Haus plötzlich nach Pilzen riecht? Zunächst einmal sei gesagt, dass nicht sofort Anlass zur Panik besteht, denn es handelt sich nicht zwangsläufig um schädlichen Wohnungsschimmel. Dieser entsteht, wenn Feuchtigkeit nicht optimal transportiert wird und sich im Gemäuer festsetzen kann. Der typische Anblick zeigt dann schwarze, punktuelle bis flächige Flecken an der Wand. Der Wohnungs- bzw. Gebäudeschimmel ist in jedem Fall gesundheitsschädlich und ihm sollte sowohl vorgebeugt als auch entgegen gewirkt werden.

Riecht es hingegen eher frisch nach Waldpilzen, dann könnte es sich um einen hübschen gelben Untermieter handeln, der sich in Topfpflanzen oder Terrarien wohl fühlt: der Gelbe Faltenschirmling (Leucocoprinus birnbaumii).

Oft wird der leuchtend gelbe Pilz mit seinem schuppenbesetzten Schirm, der in die Verwandtschaft Champion-Pilze gehört, einfach entfernt. Dabei ist er ungefährlich, solange man ihn nicht verspeist. Ob er stark giftig ist, ist allerdings noch unbekannt.

Genauso unerforscht ist der Anspruch an seinen Lebensraum und die Art und Weise, wie er sich auf die Bewohner der Terrarien oder die Blumen auswirkt, mit denen er sich das Heim teilt. Eben weil der Gelbe Faltenschirmling so zügig und rigoros entfernt wird, gibt es sehr widersprüchliche Informationen, ob er den Pflanzen und Tieren schadet oder friedlich und in Einklang mit ihnen lebt.

Sollte der dekorative Pilz so gar nicht ins korrekte Bild des penibel gepflegten Terrariums oder Blumentopfes passen, oder sollte die Sorge um die Tiere überwiegen, dann hilft es nur, das gesamte Erdreich auszutauschen. Einfaches entfernen alleine wird ihn nicht auf Dauer fern halten, denn das Pilzmycel befindet sich im Boden. Wenn die richtigen Bedingungen herrschen, eine hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit, bilden sich immer neue gelbe Schönheiten.

Faszinierend ist vor allem der Zeitpunkt, wenn sich der Hut der drei bis sechs Zentimeter großen Pilze, der bis dahin keulenartig bis eiförmig gestaltet war, schirmförmig öffnet. Der Blick wird so auf die Lamellen und den kleinen Ring um den Stiel freigegeben. Ob einzeln stehend, oder in kleinen Gruppen oder sogar in Form eines kleines Hexenrings – eigentlich spricht nichts dagegen, diesen dekorativen Untermieter unserer Blumentöpfe wachsen zu lassen und sich an seiner intensiven, leuchtenden Farbe zu erfreuen.

Um mehr über die Lebensgewohnheiten des Gelben Faltenschirmlings erfahren zu können, bittet das Naturhistorische Museum Mainz um Mitteilung über das Auftreten des Pilzes. Informationen, am besten mit Foto können direkt an Frau Dr. Lavinia Schardt ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), wissenschaftliche Volontärin am Naturhistorischen Museum Mainz gesandt werden.

 

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Nagelsäule ist restauriert

Nach den mehrjährigen, aufwändigen Restaurierungsarbeiten ist die Mainzer Nagelsäule auf dem Liebfrauenplatz fertig gestellt und umfassend konserviert.

Eine vom Bau- und Denkmaldezernat beauftragte Untersuchung hatte vor Jahren ergeben, dass die Nagelsäule vor dem Ostchor des Mainzer Doms - nach einer Standzeit von rund 90 Jahren - massive Schäden im Fußbereich aufwies. Aus Sicherheitsgründen musste sie im Frühjahr 2006 demontiert werden. Dank zahlreicher Spenden konnte ein Kolloquium zur Konservierung und Wiederaufstellung des einmaligen Denkmals durchgeführt und die Sanierung durch den Restaurator Michael Recker begonnen werden.

Das Nagelsäulen-Ensemble - die zentrale Holzsäule, eine Dreiergruppe aus kleineren Steinsäulen mit allegorischen Figuren und einem dreiteiligen Schutzgitter - wurde von der Mainzer Bevölkerung im Weltkriegsjahr 1916 aus Spendenmitteln als Mahnmal gegen den Krieg errichtet, um zugleich Spenden zur Linderung der Kriegsnot zu sammeln. Während der Einweihung durfte jeder Spender einen Nagel in die sieben Meter hohe Säule schlagen. Das Geld floss in die Kinderkriegsfürsorge und in den nationalen Frauendienst.

 
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Fluglärmmessungen lassen aufhorchen

Umweldezernentin erfreut über Engagement des Landes: „Messdaten sprechen Bände“

Fluglärm-Messstation Weisenau: Mittelwerte und Einzelschall-Ereignisse bereits heute weit über Maximalwerten der Mediation

 Die für die Fluglärmthematik zuständige Umweltdezernentin Katrin Eder zeigt sich hocherfreut über die Maßnahmen, welche die frisch formierte Landesregierung in der Frage der Fluglärmproblematik  ergreifen will. Es sei unlängst bereits eine kalibrierte Fluglärm-Messstation in Mainz-Weisenau geschaffen worden, eine weitere werde in Nackenheim folgen, um verlässliche Daten zu aktuellen Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in Mainz und Rheinhessen zweifelsfrei zu erheben. Daraus, so Eder, ließen sich  auch weitreichende Aufschlüsse darüber gewinnen, in welch eklatantem Maße die Lärmbelastung nach der Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest im späten Jahr 2011 noch ansteigen werde.

„Sehr nachdenklich“ machten bereits gegenwärtig die   nachweisbaren signifikanten Überschreitungen von  Lärm-Höchstgrenzen, die bereits vor dem Ausbau Alltag seien. So konnte das Umweltministerium mit umfangreichen Datensätzen  belegen, dass in  Mainz-Weisenau in lauten Nächten schon heute Mittelwerte von 52dB erreicht werden - entgegen der klaren Empfehlung der Mediation, dass nach dem Ausbau maximal ein Mittelwert von 47 dB gültig sei dürfe.

Katrin Eder: „Die Messdaten sprechen Bände. Schon heute - wohlgemerkt vor der Inbetriebnahme der neuen Landebahn - agieren Fraport und die Airlines im tiefroten Bereich.“ Zudem seien nächtliche Einzelschallereignisse mit Maximalpegeln von 68 dB (und darüber) in über 18 Fällen nachweisbar. Auch hier liege die Mediations-Empfehlung von maximal „6 bis 8 Fällen“ massiv darunter.

Katrin Eder: „Für Anfang 2012 steht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu den Nachtflügen am Flughafen an. Die zwingende Notwendigkeit, dass nachts ausnahmslos keine Flüge stattfinden dürfen, wie es das VGH in Kassel anmahnte, wird durch das Wissen um die massiven Verstöße elementar untermauert. Es ist an der Zeit, bei Entscheidungen zum Fluglärm in Abwägung von wirtschaftlichen Interessen von Wirtschaftsunternehmen und den massiven Beeinträchtigungen endlich dem Lärmschutz der Bürger Vorrang einzuräumen.“

 


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