Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Geschäftsanzeigen und Empfehlungen aus der Region
Allgemeines
E-Mail PDF

Pilze in den eigenen vier Wänden ? – es muss nicht immer Schimmel sein

Untermieter der besonderen Art: Gelber Faltenschirmling

Wer kennt ihn nicht, den leicht muffigen, feuchten, pilzartigen Geruch in alten Gewölbekellern oder den intensiven Geruch in feuchten, herbstlichen Wäldern, wenn die ersten Pilze ihren Hut aus dem Waldboden empor strecken.

Doch welche Ursache könnte es haben, wenn es in der eigenen Wohnung oder dem Haus plötzlich nach Pilzen riecht? Zunächst einmal sei gesagt, dass nicht sofort Anlass zur Panik besteht, denn es handelt sich nicht zwangsläufig um schädlichen Wohnungsschimmel. Dieser entsteht, wenn Feuchtigkeit nicht optimal transportiert wird und sich im Gemäuer festsetzen kann. Der typische Anblick zeigt dann schwarze, punktuelle bis flächige Flecken an der Wand. Der Wohnungs- bzw. Gebäudeschimmel ist in jedem Fall gesundheitsschädlich und ihm sollte sowohl vorgebeugt als auch entgegen gewirkt werden.

Riecht es hingegen eher frisch nach Waldpilzen, dann könnte es sich um einen hübschen gelben Untermieter handeln, der sich in Topfpflanzen oder Terrarien wohl fühlt: der Gelbe Faltenschirmling (Leucocoprinus birnbaumii).

Oft wird der leuchtend gelbe Pilz mit seinem schuppenbesetzten Schirm, der in die Verwandtschaft Champion-Pilze gehört, einfach entfernt. Dabei ist er ungefährlich, solange man ihn nicht verspeist. Ob er stark giftig ist, ist allerdings noch unbekannt.

Genauso unerforscht ist der Anspruch an seinen Lebensraum und die Art und Weise, wie er sich auf die Bewohner der Terrarien oder die Blumen auswirkt, mit denen er sich das Heim teilt. Eben weil der Gelbe Faltenschirmling so zügig und rigoros entfernt wird, gibt es sehr widersprüchliche Informationen, ob er den Pflanzen und Tieren schadet oder friedlich und in Einklang mit ihnen lebt.

Sollte der dekorative Pilz so gar nicht ins korrekte Bild des penibel gepflegten Terrariums oder Blumentopfes passen, oder sollte die Sorge um die Tiere überwiegen, dann hilft es nur, das gesamte Erdreich auszutauschen. Einfaches entfernen alleine wird ihn nicht auf Dauer fern halten, denn das Pilzmycel befindet sich im Boden. Wenn die richtigen Bedingungen herrschen, eine hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit, bilden sich immer neue gelbe Schönheiten.

Faszinierend ist vor allem der Zeitpunkt, wenn sich der Hut der drei bis sechs Zentimeter großen Pilze, der bis dahin keulenartig bis eiförmig gestaltet war, schirmförmig öffnet. Der Blick wird so auf die Lamellen und den kleinen Ring um den Stiel freigegeben. Ob einzeln stehend, oder in kleinen Gruppen oder sogar in Form eines kleines Hexenrings – eigentlich spricht nichts dagegen, diesen dekorativen Untermieter unserer Blumentöpfe wachsen zu lassen und sich an seiner intensiven, leuchtenden Farbe zu erfreuen.

Um mehr über die Lebensgewohnheiten des Gelben Faltenschirmlings erfahren zu können, bittet das Naturhistorische Museum Mainz um Mitteilung über das Auftreten des Pilzes. Informationen, am besten mit Foto können direkt an Frau Dr. Lavinia Schardt ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), wissenschaftliche Volontärin am Naturhistorischen Museum Mainz gesandt werden.

 

* * *

 
E-Mail PDF

Nagelsäule ist restauriert

Nach den mehrjährigen, aufwändigen Restaurierungsarbeiten ist die Mainzer Nagelsäule auf dem Liebfrauenplatz fertig gestellt und umfassend konserviert.

Eine vom Bau- und Denkmaldezernat beauftragte Untersuchung hatte vor Jahren ergeben, dass die Nagelsäule vor dem Ostchor des Mainzer Doms - nach einer Standzeit von rund 90 Jahren - massive Schäden im Fußbereich aufwies. Aus Sicherheitsgründen musste sie im Frühjahr 2006 demontiert werden. Dank zahlreicher Spenden konnte ein Kolloquium zur Konservierung und Wiederaufstellung des einmaligen Denkmals durchgeführt und die Sanierung durch den Restaurator Michael Recker begonnen werden.

Das Nagelsäulen-Ensemble - die zentrale Holzsäule, eine Dreiergruppe aus kleineren Steinsäulen mit allegorischen Figuren und einem dreiteiligen Schutzgitter - wurde von der Mainzer Bevölkerung im Weltkriegsjahr 1916 aus Spendenmitteln als Mahnmal gegen den Krieg errichtet, um zugleich Spenden zur Linderung der Kriegsnot zu sammeln. Während der Einweihung durfte jeder Spender einen Nagel in die sieben Meter hohe Säule schlagen. Das Geld floss in die Kinderkriegsfürsorge und in den nationalen Frauendienst.

 
E-Mail PDF

Fluglärmmessungen lassen aufhorchen

Umweldezernentin erfreut über Engagement des Landes: „Messdaten sprechen Bände“

Fluglärm-Messstation Weisenau: Mittelwerte und Einzelschall-Ereignisse bereits heute weit über Maximalwerten der Mediation

 Die für die Fluglärmthematik zuständige Umweltdezernentin Katrin Eder zeigt sich hocherfreut über die Maßnahmen, welche die frisch formierte Landesregierung in der Frage der Fluglärmproblematik  ergreifen will. Es sei unlängst bereits eine kalibrierte Fluglärm-Messstation in Mainz-Weisenau geschaffen worden, eine weitere werde in Nackenheim folgen, um verlässliche Daten zu aktuellen Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in Mainz und Rheinhessen zweifelsfrei zu erheben. Daraus, so Eder, ließen sich  auch weitreichende Aufschlüsse darüber gewinnen, in welch eklatantem Maße die Lärmbelastung nach der Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest im späten Jahr 2011 noch ansteigen werde.

„Sehr nachdenklich“ machten bereits gegenwärtig die   nachweisbaren signifikanten Überschreitungen von  Lärm-Höchstgrenzen, die bereits vor dem Ausbau Alltag seien. So konnte das Umweltministerium mit umfangreichen Datensätzen  belegen, dass in  Mainz-Weisenau in lauten Nächten schon heute Mittelwerte von 52dB erreicht werden - entgegen der klaren Empfehlung der Mediation, dass nach dem Ausbau maximal ein Mittelwert von 47 dB gültig sei dürfe.

Katrin Eder: „Die Messdaten sprechen Bände. Schon heute - wohlgemerkt vor der Inbetriebnahme der neuen Landebahn - agieren Fraport und die Airlines im tiefroten Bereich.“ Zudem seien nächtliche Einzelschallereignisse mit Maximalpegeln von 68 dB (und darüber) in über 18 Fällen nachweisbar. Auch hier liege die Mediations-Empfehlung von maximal „6 bis 8 Fällen“ massiv darunter.

Katrin Eder: „Für Anfang 2012 steht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu den Nachtflügen am Flughafen an. Die zwingende Notwendigkeit, dass nachts ausnahmslos keine Flüge stattfinden dürfen, wie es das VGH in Kassel anmahnte, wird durch das Wissen um die massiven Verstöße elementar untermauert. Es ist an der Zeit, bei Entscheidungen zum Fluglärm in Abwägung von wirtschaftlichen Interessen von Wirtschaftsunternehmen und den massiven Beeinträchtigungen endlich dem Lärmschutz der Bürger Vorrang einzuräumen.“

 
E-Mail PDF

Aktionstag der Schlafapnoe Selbsthilfe Mainz und Umgebung

Am 21. Juni, ausgerechnet am längsten Tag des Jahres, ist der Tag des Schlafes. Ausgerufen von Ärzten und Wissenschaftlern, ein vergessener Festtag, der zu den schönsten und wichtigsten im Kalender zählt.

Doch das Recht auf Müdigkeit wird in der Effizienzgesellschaft klein geschrieben - Wehe dem, der als Schnarcher gilt.

Unter dem Motto „Wir wollen, daß Sie gesund schlafen“ veranstaltet die Schlafapnoe Selbsthilfe Mainz und Umgebung e. V. am Samstag, dem 20. Juni 2015 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr in der Abteilung Schlafen bei „Möbel Martin“ in Mainz – Hechtsheim einen Aktionstag. Hier erhalten Sie Informationen zum Thema „gesunder Schlaf“ durch unsere Experten:

10:00 – 12:00 Uhr    Dipl.-Psych. Markus B. Specht
Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie) Somnologe (DGSM)
Leitender Psychologe Interdisziplinäres Zentrum für Schlafmedizin und Heimbeatmung, Hofheim

12:00 – 14:00 Uhr    Dr. med. Uwe Semmler
Facharzt für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialheilkunde

14:00 – 16:00 Uhr    Dr. Gertrud Bendix
die erste Zahnärztin in Rheinland-Pfalz, die von der Deutsche Gesellschaft Zahnärztliche  Schlafmedizin (DGSZ) zertifiziert wurde.

Weiterlesen...
 
E-Mail PDF

Informationstour "Biologische Vielfalt - Es geht uns alle an"

Am Samstag/Sonntag, 23./24. Juli 2011 in Mainz am Naturhistorischen Museum von 10.00 bis 17.00 Uhr / Die Ausstellung richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger - der Eintritt ist frei.

Ziel der Ausstellung ist es, ein Bewusstsein für die Zusammenhänge der biologischen Vielfalt zu schaffen und zu verdeutlichen, dass europäische Bürgerinnen und Bürger in ihrem täglichen Leben ständig Entscheidungen treffen, die direkt oder indirekt Einfluss auf Umwelt und Artenvielfalt haben. Es werden zudem Maßnahmen und Strategien der EU sowie individuelle Handlungsmöglichkeiten dargestellt.  Die Ausstellung informiert über die Ursachen und Möglichkeiten der Einflussnahme jedes Einzelnen. Ein Film veranschaulicht die Verbundenheit allen Lebens und zeigt in atemberaubenden Bildern die Vielfalt der Natur in Europa, erklärt das Thema und beschreibt Maßnahmen der Europäischen Union zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Zudem kommen Spatz, Eiche, Thunfisch, Apfel, Eichhörnchen und Frosch zu Wort.

 
E-Mail PDF

Erster Sanierungsabschnitt am Aussichtstempelchen ist abgeschlossen

Am Aussichtstempelchen auf dem Noeroberg – auch als Monopteros bekannt – hatte der Zahn der Zeit genagt.

Wasser war durch die Kuppel, der von Philipp Hoffmann 1851 im Stil der italienischen Renaissance geschaffenen Aussichtsplattform gedrungen. Dadurch wurde sowohl die Dachdeckung, als auch die darunter liegende Holzkonstruktion, schwer beschädigt. Nun ist der erste Bauabschnitt der Sanierung, deren Architektenleistungen komplett das Hochbauamt erbrachte, erfolgreich abgeschlossen.

Erst nach Abbruch der Blecheindeckung konnten das Gebälk und die Sandsteinplatten am Traufgesims ausführlich untersucht werden. Bei der Konstruktion handelt es sich um eine aus Holzbalken – so genannten Spanten - gebildete Kuppel, unter welcher ein Draht/Gips-Gewölbe angebracht ist. Dieses ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht mehr original, sondern vermutlich bereits im vergangenen Jahrhundert ersetzt worden. Die Holzschwelle aus Eiche, auf der die Spanten aufstehen, wurde von zwei Lagen rund geschnittener Eichebohlen gebildet. Sie war so stark geschädigt, dass sie komplett ersetzt werden musste. Um weitere Schäden in Zukunft zu vermeiden, wurde vom Hochbauamt in Abstimmung mit der Denkmalpflege eine neue Konstruktion gewählt.

Neben den Holz-Reparaturen waren auch umfangreiche Restaurationsarbeiten am Sandsteingesims erforderlich: der obere Kranz wurde im Rahmen einer früheren Renovierung mit einem ungeeignetem Putz versehen. Er wurde entfernt. Ebenso musste der Anstich aus Dispersionsfarben auf den Sandsteinprofilen komplett beseitigt werden und an den Profilen waren restauratorische Ergänzungen nötig. Diese Maßnahme musste wegen des langen strengen Winters für einige Monate ruhen, ist jetzt aber fertig gestellt. Die umliegende Grünfläche wird zum Abschluss der Maßnahme gepflegt; die Bänke an dem Tempelchen sollen einen frischen Anstrich erhalten. So wird sich das beliebte Ausflugsziel auf dem Neroberg in den kommenden Wochen dem Besucher in neuer Pracht präsentieren.

In einem 2. Bauabschnitt sollen dann die Außenflächen und die Säulen untersucht, gereinigt, restauriert und beschichtet werden; ob diese Arbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden können, steht noch nicht fest. Zuletzt wird die Kuppel im Inneren zu behandeln sein; im Zuge dieser Arbeiten sieht das Hochbauamt auch die Überarbeitung des inneren Gesimses vor.

Die Gesamtkosten werden rund 140.000 Euro betragen, wobei mehr als die Hälfte für den ersten Bauabschnitt mit dem Schwerpunkt einer Erneuerung der Dachdeckung und der Sanierung des Kuppeltragwerks benötigt wurde. Durch die witterungsbedingte Verzögerung im Bauablauf muss allerdings eine Kostensteigerung beim Kupferblech in Kauf genommen werden.

Der Aussichtstempel auf dem Neroberg, eines der Wiesbadener Wahrzeichen, wurde 1851 von Philipp Hoffmann, dem Baumeister der Griechischen Kapelle, errichtet. Dabei wurden 10 Kandelaber aus der Beleuchtung der Wilhelmasstrasse wieder verwendet und als tragende Säulen eingesetzt.

Die sechs Stufen, welche den Unterbau bildeten, sind heute unter einer Geländeaufschüttung und einem Pflasterbelag verschwunden. Es wird geprüft werden, ob sie in den kommenden Jahren wieder frei gelegt werden können. Der beeindruckende Ausblick auf die Stadt ist mittlerweile, da die Bäume stark gewachsen sind, nur noch eingeschränkt wahrnehmbar. Das auf alten Postkarten noch sichtbare Kupferdach wurde im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts durch eine Zinkblechdeckung ersetzt.

 


Seite 717 von 718
Regionale Werbung

Gerade aus dem Ticker

Diese Frage stellt sich

Wer ist der Schutzpatron der Glöckner?
- Der heilige Bim-Bam...