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Der Kommentar
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...das muß man doch mal sagen dürfen

Ein Kommentar von Manfred Simon

Auf die Frage eines Journalisten an die Ehefrau anläßlich der „Gnadenhochzeit“ (65 Jahre Ehe) sagte die Frau: „Männer und Fraue basse nit zusomme“ -  Der Mann meinte: „Mir sinn nur 65 Johr zusomme geblibbe weil ich immer gemacht hab was moi Fraa will…“

Ein Kasteler Bürger nach der Lektüre des Artikels über die Erbenheimer Warte: „Fer jeden Scheißdreck is Geld doo, nur nit fer was rischdisches“

Wenn Sie mich nun fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, antworte ich Ihnen: „Nix!“ Aber während ich die Ehezitate nicht kommentiere, sie sprechen ja auch für sich selbst, fällt mir zu dem anderen Zitat des Kastelers schon was ein, nämlich:  

Daß die Erbenheimer Warte für uns eine geschichtliche Bedeutung hat ist wohl klar. Wer´s nicht so genau weiß kann seine fehlende Geschichtskenntnis in „Wikipedia“ auffrischen.

Seit 2006 kann man sich offenbar nicht einigen, wie das marode, historische Bauwerk gerettet werden kann. Im Jahre 2011 wird endlich ein Professor informiert, die Stadt Mainz als Eigentümer wird um Hilfe gebeten und ein Gutachter kommt. Sensoren werden angebracht.

Mainz wird tätig, läßt auch begutachten, 2012 ist endlich das Gutachten da. Ämter, Fachleute und die Oberbürgermeister treffen sich mehrmals.

Ergebnis gleich Null, ein Heimatverein setzt ein Zeichen und will das Gerüst bezahlten. Mittlerweile ist es 2013 und man trifft sich nochmal. (Warum eigentlich, weiß jemand immer noch nicht was los ist???)   

So wird´s dann endlich 2014 und das Gerüst wird schon mal gestellt. Nun kann man endlich den maroden Putz in die Hand nehmen …und natürlich begutachten! In einem Zeitraum von  5 Monaten prüft ein Institut und erstellt gleich weitere Gutachten.

Die Fachleute schlagen die Hände über dem Kopf zusammen: Es ist ja alles noch viel schlimmer! Und wenn was „noch schlimmer“ als angenommen kommt, wird´s auch viel teurer, so locker 3 bis 5 Mal teurer wird die Chose schon werden, mutmaßt man…

Der Heimatverein verzichtet nun sogar auf weitere Führungen im alten Gemäuer, viel zu gefährlich!

Mittlerweile schreiben wir September 2014 und machen… na was? Na klar noch ´n weiteres Gutachten, was denn sonst! Und dann: Alle, die dazu was zu sagen haben treffen sich nochmal, Ingenieure, Statiker, Bautechniker, Denkmalpfleger, Vertreter der Städte MZ und WI, Ortsvorsteherin und natürlich der Heimatverein…

Was kam dabei raus? Na klar, erstmal Kostenvoranschläge erstellen und damit das Schlimme nicht noch schlimmer wird, so beschließt man, wird dem Bauwerk ein Mützchen übergezogen, daß es im Winter nicht zu kalt wird für die maroden Steine…

Einig war man sich auch über die Tatsache, daß nun wirklich schnellster Handlungsbedarf besteht und deshalb wurde der Heimatverein gebeten, mal nachzusehen, ob noch alte Pläne oder Berichte vorliegen, die man dann bitte der Denkmalbehörde zur Verfügung stellen kann…

„Geht´s noch?“  möchte man fragen und würde gerne lachen, wenn´s eine erfundene Geschichte wäre, doch leider ist es eine Tatsache.  Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis die ganze Geschichte zusammenkracht, und das meine ich im doppelten Wortsinn, denn:

Wer seine Geschichte nicht erhält und pflegt, der geht unter, denn er gibt sich selbst auf, sagt man. Ich hoffe doch nicht, daß die Kasteler sich aufgeben wollen sondern den zuständigen Verantwortlichen nun endlich „Druck“ machen sich zu bewegen, auch wenn´s schwer fällt! (Überall ist Stadtmuseum!)

In einem Film hieß es mal sinngemäß: Es muß schon viel passieren, bis bei einer Behörde mal was passiert! Doch halt: Es gibt Ausnahmen! Manche Behörde arbeitet auch mal schnell, besonders dann wenn es darum geht mal eben an die 100 Kastanien umzulegen…

(Ich weiß, das hat damit nichts zu tun und ist ein anderer Stadtteil, aber es paßt so schön…)

Im Ernst: So ein steingewordenes Kulturgut der Geschichte, wie es die Erbenheimer Warte nun mal ist, gehört uns allen und muß von allen für alle erhalten werden, basta!

So will ich diesen Kommentar mit noch einem Zitat abschließen, einem von mir selbst: „Quasselt nit, macht was!“ und zwar sofort, nochmal basta!

 
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Bürgerbeteiligung oder Bürgerveräppelung?

Ein Kommentar von Manfred Simon

Es ist nicht die erste Pressemeldung, die ich über das Thema "Bürgerbeteiligung" aus dem WI-Rathaus erhalte, und wahrscheinlich auch nicht die Letzte. (Nachzulesen HIER)

Es war ja auch fällig, denn dieses Schlagwort ist ja auch woanders die neueste Sau, die durch die Dörfer getrieben wird, warum sollte da WI nicht mitmachen...

Einerseits sucht man gerade erst nach Möglichkeiten, wie das überhaupt ablaufen soll und beauftragt sogar ein (teures?) Unternehmen damit, Lösungen zu suchen und zu finden, andererseits behauptet man, Bürgerbeteiligung hätte eine lange Traditiomn in WI und sei auch -in einigen Fällen- schon erfolgreich praktiziert worden.

Ich erinnere mich an den kürzlichen "Fall" Lesselallee. Wenn ich mir ansehe, wie das abgelaufen ist, fühle ich mich als Bürger nicht beteiligt, sondern eher als hätte man mir "in die Fresse gehauen" wenn sie mir diese Formulierung gestatten...

Es ist wohl verständlich, wenn ich von dem ganzen Geschwafel kein Wort glaube und es lediglich für Augenwischerei und Bürgerverdummung halte.

Im Vorgang "Lesselallee" wurden tausende von Unterschriften einfach ignoriert und (jedenfalls war das mein Eindruck)  als "gekläffe des Pöbels" abgetan... "Bürgerbeteiligung" sieht für mich anders (ganz anders!) aus...

Auf der Maaraue sah ich lediglich Arroganz, Besserwisserei, Überheblichkeit und Polizeipräsenz. Wenn "Bürgerbeteiligung" so aussieht, dann verzichte ich gerne darauf, veräppeln kann ich mich auch selbst!

Wenn es jedoch mit der "Bürgerbeteiligung" wirklich ernst gemeint ist, wird der OB noch einige Einzelgespräche mit (s)einem Dezernenten führen müssen...

Jedenfalls ist man im WI-Rathaus überzeugt, die Aktion brächte für den Bürger mehr Transparenz, mehr Information, mehr Mitwirkung, mehr Akzeptanz von Vorhaben und für WI mehr Qualität, was auch immer damit gemeint ist...

Meiner Meinung nach läuft es meistens (das kann man in anderen Städten schon sehen) darauf hinaus, daß man "den Bürger" mit an einen Tisch nimmt, seine Meinung sagen läßt und diese dann meist untergebuttert wird.

Hauptsache man hat den neuen "Trend" mitgemacht und zeigt sich Bürgernah, was bleibt ist eine eher peinliche Nummer, nicht weniger, aber auch nicht mehr...

Bitte strafen Sie mich und meine Meinung Lügen, zeigen Sie mir daß ich Unrecht habe!

 
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Politik nach Gutsherrenart...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Jetzt weiß ich auch warum ich immer das Gefühl hatte, zum Politiker nicht zu taugen.

Ich hätte nie die Arroganz besessen, gegen die Mehrheit des Bürgerwillens zu handeln. Andere haben diese „Hemmungen“ offenbar nicht, OK, die sind ja auch Politiker geworden...

Da ist mir die Rolle des „Kommentators“ doch wesentlich lieber.

Sie haben´s also tatsächlich getan! Im Morgengrauen des 04.11.14 heulten ab 5:00 Uhr auf der Maaraue die Kettensägen und machten die Kastanienallee (Lesselallee) platt.

Mit kompletter polizeilicher Absperrung der ganzen "Insel" bei Nacht und Nebel - Wie groß muß eigentlich das schlechte Gewissen der Verantwortlichen sein?

„Das war kein Heldenstück…!“ heißt es im „Wallenstein „. Das Kettensägemassaker auf der Maaraue war auch keins! Eher schon der unbegreifliche Akt von Selbstherrlichkeit und Arroganz einer Behörde und derer, die ihr bevorstehen.

Wieso hat der OB eigentlich nichts getan? Konnte er nicht, wollte er nicht, war´s ihm egal?

(Dabei fällt mir ein, Kostheim gehört ja garnicht zu Wiesbaden es ist ein Mainzer Vorort und kam durch einen Handstreich der Amis nach dem 2. Weltkrieg, widerrechtlich wie ich meine, zu Wiesbaden. Doch dies nur am Rande, aber ich frage mich, ob Mainz mit der Kastanienallee genauso verfahren hätte, wohl kaum...)

Ist das was da ablief eigentlich noch Demokratie oder ist es schon Diktatur? Demokratur vielleicht? Die Politiker behaupten jedenfalls es sei "Demokratie"... (Alles klar?)

Das zuständige Dezernat der Landeshauptstadt nennt sich übrigens: "Dezernat für Ordnung, Bürgerservice und Grünflächen". Das ist vor diesem Hintergrund für mich die größte Lachnummer seit Laurel & Hardy, obwohl mir das Lachen im Halse stecken bleibt...

Die Wiesbadner, welche das Plattmachen der Allee ja konsequent "Erneuerung" nennen, legen in ihrer neuesten Pressseerklärung zu diesem Thema größten Wert auf die Feststellung, daß das Verfahren korrekt abgewickelt werde und vergißt nicht zu erwähnen, daß unter anderem auch der Kostheimer Ortsbeirat zugestimmt habe.

Als ob es darauf noch ankäme! Selbst wenn alles juristisch in Ordnung geht, ist der ganze schäbige Akt doch eine politische Katastrophe reinsten Wassers, denn noch mehr hätten sich die Verantwortlichen beim Wähler/Bürger wohl nicht blamieren und unbeliebt machen können...

Der sogenannten „Demokratie“ haben sie jedenfalls den denkbar schlechtesten Dienst erwiesen! Nicht nur die Bundespolitiker verstehen es, die Politikverdrossenheit der Bürger zu hegen, zu pflegen und ständig auszubauen, auch die kleinen Kommunalpolitiker beherrschen diese Disziplin offenbar sehr gut…

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt! Ob´s der Bürger bis dahin vergessen hat? Die Politiker scheinen darauf zu vertrauen!

 
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Absurdistan in der EU oder was?

Ein Kommentar von Manfred Simon

Da ich kein Jurist bin, bewege ich mich mit diesem Kommentar sicherlich auf dünnem Eis, denn ich verstehe von diesem Metier nur wenig bis nichts.

Als ich nun jedoch einen Pressebeitrag der Notarkammer Koblenz auf den Tisch bekam, schwoll mir, als einem bekennenden Anti-Europäer doch wieder der Kamm.

Genau solche bürokratischen Absurditäten, wie z. B. dieses neue europäische Erbrecht sind nämlich schuld daran, daß ich die EU nicht mag. Ohne diese EU-Absurditäten könnte die EU eine wirklich "gute Sache" sein, leider -so meine ich- ist nur ein "Absurdistan" daraus geworden.

Anstatt sich um das "Große" zu bemühen, kümmern sich die EU-Bürokraten um Kleinigkeiten wie die Eier, die Tomaten, die Gurken, Bananen usw.und suchen nahezu alle Gewerbesparten -wie letztens die Schausteller- heim und machen dadurch die EU zur Lachnummer.

„Nicht alles muss auf europäischer Ebene gelöst werden. Europa muss sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen es den größten Zusatznutzen bewirken kann. In Bereiche, in denen dies nicht möglich ist, sollte sich Europa besser nicht einmischen. Die EU sollte sich in großen Fragen stark engagieren und in kleineren Fragen zurückhalten – eine Devise, die wir in der Vergangenheit vielleicht das eine oder andere Mal vernachlässigt haben“, gab Kommissionspräsident José Manuel Barroso in einer Rede zu bedenken.

Der neueste "Gag" (über den man wohl kaum lachen kann, eher weinen müßte, obwohl es zum lachen ist) handelt vom neuen EU Erbrecht:

Wenn Sie etwas zu vererben  haben, dann genügt es nicht mehr, sich zum sterben hinzulegen, nein es ist nun von größter Wichtigkeit, wo sie das tun!

Sollten sie sich nämlich im EU Ausland, also jenseits deutscher Grenzziehung zur letzten Ruhe betten, dann kann das gravierendste Folgen für die haben, denen sie ewas hinterlassen möchten.

Ab Mitte August 2015 gilt nämlich, daß nicht Deutsches Recht angewendet wird, weil Sie ja Deutscher Staatsbürbger sind, sondern das Recht des EU-Staates, in dem sie verstorben sind...

Das trifft dann alle Personen, die dauerhaft in einem Staat leben, dessen Staatsangehörigkeit sie garnicht haben, z. B. weil sie sich als Rentner eine Sonneninsel als Lebensabend ausgesucht haben oder sich in ein ausländisches Pflegeheim begeben haben.

Die einfache Regel, nach der jeder Deutsche nach deutschem Recht, jeder Franzose nach französichem Recht usw. beerbt wird, stimmt künftig nicht mehr!!!

Statt langsam und überlegt ein gemeinsames Erbrecht für die EU zu suchen, zu finden und nach und nach einzuführen, hält man an den nationalen Regelungen fest und zwingt die EU-Bürger das Recht zu akzeptieren, das dort gilt, je nachdem auf welcher Scholle er verschied...

Rechtsanwälte und Notare freuen sich, das bringt Kunden, Beratung tut not, denn ausländische Rechtsordnungen können sich erheblich von deutschen erbrechtlichen Regelungen unterscheiden...

Lesen Sie dazu diesen Bericht...

 
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Frauen nehmen jede Hürde in AKK - Verdienste um die Gemeinschaft

Ein Kommentar von Herbert Fostel

Der Landessportbund Hessen startet zur Zeit eine nachhaltige Wettbewerbskampagne – „Wir nehmen jede Hürde“ – mehr Frauen in die Vereinsführung -.

Verbandsfunktionär Peter Dinkel stellt dazu mit Überzeugung fest: Wenn Frauen Vereine führen, dann sind diese Vereine immer äußerst gut aufgestellt: Sie werden solide geleitet, sind finanziell stabil, offen, integrativ und sozial.

Überhaupt, so Dinkel, bei den vielen Engpässen in den Vorstandsetagen der Vereine sei jede Initiative zur Gewinnung von ehrenamtlichen Personen zu unterstützen. Dagegen sind Vereine, in welchen die Entscheidungen in gemischten Teams getroffen werden, meist sehr erfolgreich. Hier gilt es, aus Politik und Wirtschaft zu lernen!

Zu Turnvater Jahns Zeiten von anno dazumal waren die Vereine eine uneinnehmbare Männerdomäne. Bei den „Grals-Hütern“ in Sport- und Fastnachtsvereinen sowie bei Stammtischrunden mit Karten- und Würfelspielen waren Frauen unerwünscht.

Die Frauenwelt stand im Abseits des damaligen gesellschaftlichen Lebens und Treibens – auch in der AKK-Region. In heutigen Zeiten der Gleichberechtigung wird mit Frauenpower und weiblichem Sachverstand auch in AKK wirkungsvoll agiert.

Die Frauen in Ehrenämtern können motivieren und bringen auch neuen Schwung ins pulsierende Vereinsgeschehen sowie in die Kommunalpolitik in AKK. Über Komponenten wie Engagement, Organisationsstrategie, Ideenreichtum ist das effektvolle Charisma dieser Idealistinnen zu definieren.

Weiterlesen...
 
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Ein Schmierentstück von Bäumen, Zäunen und Alleen...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Seit vielen Monaten schon bastelten die Theaterleute an einem neuen Stück. Die Story sollte aus dem Leben gegriffen sein und alle ansprechen.

Sie handelt von zornigen Bürgern, unerschrockenen Recken, von Alleen, Zäunen, Gefahren und alten Bäumen.

Kein Weltstück also, aber für die Provinz ganz gut geeignet, sollte man denken. Doch auch schwache Stücke müssen wenigstens gut inszeniert sein, sonst klappt´s garnicht!

Dazu kam, daß auch die Darsteller kein Weltformat haben, was man in der Provinz ja auch nicht erwarten sollte.

Ein unerfahrener Regisseur versuchte seine mangelnde Erfahrung durch große Gesten und selbstbewußtes Gehabe wieder wett zu machen, aber das geht eben nicht...

Die Charaktere des Stückes waren so angelegt, daß man Parallelen mit dem wirklichen Leben erkennen konnte. Besserwisser, Wichtigtuer, Jasager, Schwätzer, nur einen richtig fiesen Schurken, den man hassen kann, und einen strahlenden Helden, den man bewundern und zujubeln kann, die fehlten  leider.

Es gab auch Intrigen, Tricksereien und Ränkespiele, also alles was das Leben lebenswert macht, (ahäm) aber die ganze Inszenierung entfernte sich zunehmend von der an sich geradlinigen Handlung und endete schließlich in einem sinnlosen Gequatsche, verstrickt in Nebenschauplätzen und lächerlichen Unwichtigkeiten an denen man sich festhielt.

Am Schluß machten alle, die mit dem Stück befaßt waren eine schlechte Figur und man kann nur bescheinigen: Das war ganz mieses Schmierentheater, nichtmal tauglich für die Provinz!

So bleibt nur abzuwarten, wie der Zuschauer reagiert. Bleibt er zukünftig zu Hause oder kauft er wieder ein Abo für die kommenden 4 Jahre...?

 
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AKK VERGESSEN!

Ein Kommentar von Manfred Simon

Am 08.09. jährte sich zum 70. Mal die große Bombardierung Kastels mit den bekannten Folgen der über 90%igen Zerstörung des Ortskerns und über 400 Toten...

Es ist selbstverständlich, daß ein solches Ereignis nicht vergessen werden kann und nicht vergessen werden darf. Deshalb finden Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt, so auch am vergangenen Montag auf dem Friedhof in Kastel.

Diesmal "glänzte" die Stadt Mainz allerdings durch Abwesenheit! Man hätte schlichtweg vergessen den Kranz rüberzubringen, hies es...

Wenn der Anlaß der Kranzniederlegung nicht so ernst und tief traurig wäre... Es gibt Sachen, die darf man nicht vergessen!

Aber was soll man von einer Stadtverwaltung halten, deren neuer Oberbürgermeister auf die Frage, was er konkret für die Rückgliederung von AKK tun werde, keine Antwort hat...?

Und dann wird bei einem solchen Anlaß vergessen "den Kranz rüberzubringen..." Für AKK bedeutet dies ganz klar: Mainz hat AKK abgeschrieben, endgültgig! Die haben AKK schon längst vergessen! (Wir stehen ja offenbar nicht mal mehr in deren Terminkalender)

Mein Fazit: Wir AKKler können Mainz vergessen - Schämt Euch und verkneift Euch auch zukünftig scheinheiliges Getue zum Thema "Rückgliederung", habt endlich den Mut öffentlich zuzugeben, daß es eine "Rückgliederung" nie wieder geben wird und verschont uns Bürger mit Euren falschen Sonntagsreden, die kann man nämlich vergessen...!

 
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Kastel starb im Bombenhagel

Ein Kommentar von Manfred Simon

Der 08.09.44 war der schwärzeste Tag der rechtsrheinischen Gemeinde Kastel. An diesem Tag erlebte die Gemeinde ihren größten Luftangriff des 2. Weltkrieges.

Die Bomber sollten das „Heereszeugamt“ vernichten, machten jedoch den ganzen Ort platt und die Kostheimer Siedlung gleich dazu. 34 Minuten dauerte der Alptraum…

334 „Fliegende Festungen“ (B-17 Bomber) machten mit und brachten in Kastel und der Siedlung 415 Zivilisten den Tod und zerstörten über 90% des Ortsgebietes. Meine Mutter und ich (damals 3 Jahre) waren mitten drin und überlebten in „Kubachs Keller“ einem öffentlichen Luftschutzraum (LSR).

Viele Jahre später wird man behaupten, der Wind sei falsch gestanden und schuld an dem Fehler, der über 400 Zivilisten den Tod brachte…

Dabei war dieser Krieg die Folge eines angezettelten Verbrechens einer gewissenlosen Clique von größenwahnsinnigen Politikern eines Unrechtssystems.

Die Quittung dafür bekamen auch die Menschen in unserer kleinen Gemeinde am rechten Ufer des Rheins und ich mit meinen (damals) 3 Jahren erinnere ich mich an nichts davon.

Die Folgen nach dem „Zusammenbruch“ 1945 erinnere ich besser, kaputte Häuser, zerstörte Straßen, Hunger, Arbeit, Neuaufbau und der fremde Mann, der plötzlich vor der Tür stand und von dem man mir sagte, daß er mein „Pappa“ sei. Viele hatten nicht dieses Glück…

Aber es gibt kaum etwas, das der Mensch nicht wieder aufbauen könnte. Heute ist alles wieder aufgebaut, alles schöner, alles besser, alles vergessen?

Wahrscheinlich ist alles tatsächlich vergessen, wie sonst ist es zu erklären, daß nach 2 Weltkriegen immer noch Kriege die Menschen geißeln und Politiker und gewissenlose Kreise überall in der Welt zündeln und mit dem Feuer spielen?

Curt Götz (ein Mainzer) sagte sinngemäß: Wenn man nach 2 Weltkatastrophen die dritte plant, kann mit den Gehirnen der Menschen etwas nicht in Ordnung sein...

Und wir? Falls wir doch nicht alles vergessen haben, dann bleibt eine Feststellung: Dazugelernt haben wir nichts, garnichts!

 
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Lesselallee: ...die Kugel rollt - aber wohin?

Ein Kommentar von Manfred Simon

Am Donnerstag war also der große Tag Kostheims in Sachen Kastanienallee. Das Ritual wurde zelebriert, die Einen hier, die Anderen da. Wie ich schonmal sagte, im Kindergarten wird weitgergespielt...

Emotionslos und/oder interesselos waren die Kostheimer nicht, selbst in der Ferienzeit kamen noch über 200 "Demonstrierer" zusammen und zeigten, was sie denken, die sozialen Neztwerke dokumentieren es, ein Foto, welches mir ein Leser postete, zeigt es auch.

Die Stadt Wiesbaden wird sich dadurch allerdings wenig bis garnicht beeindrucken lassen. Gutachter Dengler will plötzlich nie und nimmer gesagt haben, die Allee soll flachgelegt werden, während Dr. Franz zitiert wird, es handele sich da um eine politische Entscheidung...(!)

Bei einer politischen Entscheidung kann man, so glaube ich, "Vernunftsgründe" ausschließen, was, so fragt man sich also, steckt denn dann dahinter? Wirtschaftliche Interessen? Politische Kungeleien? Die Liste der Vermutungen könnte lang werden - oder auch ganz kurz!

Immer wenn die Wahrheit verschleiert werden soll und keine Tatsachen auf den Tisch kommen prodelt natürlich die Gerüchteküche. Die wildesten Fantasien schießen ins Kraut...

Ich bin mir sicher: Im Herbst fallen die Kastanien (leider nicht ihre Früchte, sonder sie selbst) und in einigen Jahren (oder schon früher?) fallen die Schuppen von den Augen der Bürger, wenn sie erkennen können, von welchen politischen "Zauberern" sie wieder einmal auf den Leim geführt wurden und warum... Wetten daß?

 
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Thema Lesselallee: ...und im Kindergarten wird weitergespielt...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Ein Gutes hat die Sache, der Bürger beginnt sich zu interessieren, zu sensibilisieren und auch sich zu wehren. Zu wehren - gegen wen oder was?

z.B. gegen das gebetsmühlenartige Wiederholen längst bekannter Standpunkte und Meinungen, die nun einmal so sind wie sie sind, ohne daß was genaues dabei rauskommt.

Der Ortsbeirat Kostheim vertritt in seiner Mehrheit eine beim Wähler/Bürger höchst umstrittene Meinung, erklärt jedoch gleichzeitig (mehrmals) mit dem auf Wiesbaden zeigenden Finger, daß die es ja sind, die entscheiden...

Soll da schon, falls es bei den nächsten Wahlen nicht so gut läuft, die Ausrede vorbereitet werden: Das waren doch garnicht wir, das waren doch die da...?

Ein Bürger nennt den Absperrzaun "eine Zumutung und Frechheit" worauf der Ortsvorsteher prompt nach WI zeigt, das sind ja die da in Wiesbaden... Oh nein, das ist wirklich wie im Kindergartern!

Auf den Vorschlag, die Bürger in die Diskussion einzubeziehen, kommt dann auch prompt die Belehrung daß laut Geschäftsordnung der Bürger kein Rederecht hat! Wunderbar ausgetüftelt in unserer "Demokratie" der Bürger solls Maul halten, es genügt wenn er alle 4 Jahre sagen darf vom er in den jeweils kommenden 4 Jahren ver...... werden möchte.

Doch halt, reden darf er, wenn er Angehöriger einer betroffenen Personengruppe ist, das trifft aber auf Kostheimer nicht zu! He, wie bitte??? Wenn nicht die Kostheimer, wer denn dann bitte? (Ich muß wohl sehr dumm sein, daß ich dies nicht verstehe...)

Der Vertreter der FWG meinte sogar, die Unterzeichner der Protestnoten hätten damit den Verlust der Allee unterzeichnet und spielt damit auf die groteske "Tatsache" an, daß später für die Allee kein Geld mehr da sei...(?)

Ich wage mal eine Zukunftsprognose: Falls die Lesselalle in 25 Jahren erneuert werden muß, wird im Stadtsäckel Geld dafür vorhanden sein und damit ist diese Behauptung für mich lediglich die Meinung eines Stadtrates, der genau das weiß, was ich auch weiß, nämlich NICHTS!  (In die Zukunft können wir nämlich beide nicht sehen)

Es kann natürlich sein, daß in 25 Jahren tatsächlich kein  Geld mehr da ist, für nichts, für garnichts... Das ist aber ein völlig anderes Thema...

Aber mal noch kurz zur Sache, um die es ja eigentlich gehen sollte: Im Unwetter vor wenigen Tagen ist im Kasteler Rheinarm eine Yacht gesunken, kein Ruderboot, eine ausgewachsene Motoryacht. Die Bäume in der Kastanienallee auf der Maaraue (das sind nur ein paar Meter Luftlinie entfernt) haben nur ein paar kleine Äste verloren.

Ich stelle also fest: In diesem Sturmwetter war der sicherste Platz wohl in der Kastanienallee und Experten wissen auch nicht alles...! Wie, sie meinen das sei jetzt aber polemisch? Stimmt, Sie haben recht...

Das bringt mich auf die Argumentation bezüglich der Sicherheit, die ständige Wiederholung des ewig gleichen, nicht unbedingt zutreffenden "Ausredenschlagers":

Die FDP argumentiert zunächst, daß eine Allee ein Eingriff in die Natur sei und keine natürliche Sache. Stimmt, sage ich, aber das geht hier am Thema völlig vorbei und wir wollen doch wohl keine juristische Haarspalterei oder gar eine philosophische Abhandlung vom Zaun brechen, oder?

Die FDP argumentiert in der Hauptsache also mit der Sicherheit des Bürgers vor Bruchholz usw. so weit so gut. Man meint, wenn was passiere, müsse jemand von der Verwaltung in den Knast und der Ortsbeirat trage dafür die Verantwortung!

Also, wir haben doch mittlerweile gelernt, daß der Ortsbeirat garnichts zu sagen hat, alles wird in WI gemacht, also kann der Ortsbeirat auch dafür keine Verantwortung tragen. (Oder habe ich da schon wieder was falch verstanden?) Außerdem habe ich noch nie gehört, daß ein Politiker oder Verwaltungsangestellter o.ä. wegen sowas jemals in den Knast gekommen wäre...

(Diese Argumentation empfinde ich eher als eine Ausrede, liebe Frau Kracht, das können Sie doch viiiiel besser!)

Wenn im Winter eine Straße oder Weg nicht gestreut wird, werden Hinweisschilder aufgestellt, daß dies so ist und jeder in Eigenverantwortung dort herumläuft, basta! ...und das soll im Fall Lessselallee nicht genauso möglich sein, aber hallo! Oder habe ich auch dies wieder einmal völlig falsch verstanden?

Der französische Schriftsteller Francis Dicubia (1879 - 1953) sagt: "Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann."

In diesem Sinne: Im Kindergarten kann weitergespielt werden...!

 


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