Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

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Der Kommentar
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Ein Schmierentstück von Bäumen, Zäunen und Alleen...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Seit vielen Monaten schon bastelten die Theaterleute an einem neuen Stück. Die Story sollte aus dem Leben gegriffen sein und alle ansprechen.

Sie handelt von zornigen Bürgern, unerschrockenen Recken, von Alleen, Zäunen, Gefahren und alten Bäumen.

Kein Weltstück also, aber für die Provinz ganz gut geeignet, sollte man denken. Doch auch schwache Stücke müssen wenigstens gut inszeniert sein, sonst klappt´s garnicht!

Dazu kam, daß auch die Darsteller kein Weltformat haben, was man in der Provinz ja auch nicht erwarten sollte.

Ein unerfahrener Regisseur versuchte seine mangelnde Erfahrung durch große Gesten und selbstbewußtes Gehabe wieder wett zu machen, aber das geht eben nicht...

Die Charaktere des Stückes waren so angelegt, daß man Parallelen mit dem wirklichen Leben erkennen konnte. Besserwisser, Wichtigtuer, Jasager, Schwätzer, nur einen richtig fiesen Schurken, den man hassen kann, und einen strahlenden Helden, den man bewundern und zujubeln kann, die fehlten  leider.

Es gab auch Intrigen, Tricksereien und Ränkespiele, also alles was das Leben lebenswert macht, (ahäm) aber die ganze Inszenierung entfernte sich zunehmend von der an sich geradlinigen Handlung und endete schließlich in einem sinnlosen Gequatsche, verstrickt in Nebenschauplätzen und lächerlichen Unwichtigkeiten an denen man sich festhielt.

Am Schluß machten alle, die mit dem Stück befaßt waren eine schlechte Figur und man kann nur bescheinigen: Das war ganz mieses Schmierentheater, nichtmal tauglich für die Provinz!

So bleibt nur abzuwarten, wie der Zuschauer reagiert. Bleibt er zukünftig zu Hause oder kauft er wieder ein Abo für die kommenden 4 Jahre...?

 
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AKK VERGESSEN!

Ein Kommentar von Manfred Simon

Am 08.09. jährte sich zum 70. Mal die große Bombardierung Kastels mit den bekannten Folgen der über 90%igen Zerstörung des Ortskerns und über 400 Toten...

Es ist selbstverständlich, daß ein solches Ereignis nicht vergessen werden kann und nicht vergessen werden darf. Deshalb finden Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt, so auch am vergangenen Montag auf dem Friedhof in Kastel.

Diesmal "glänzte" die Stadt Mainz allerdings durch Abwesenheit! Man hätte schlichtweg vergessen den Kranz rüberzubringen, hies es...

Wenn der Anlaß der Kranzniederlegung nicht so ernst und tief traurig wäre... Es gibt Sachen, die darf man nicht vergessen!

Aber was soll man von einer Stadtverwaltung halten, deren neuer Oberbürgermeister auf die Frage, was er konkret für die Rückgliederung von AKK tun werde, keine Antwort hat...?

Und dann wird bei einem solchen Anlaß vergessen "den Kranz rüberzubringen..." Für AKK bedeutet dies ganz klar: Mainz hat AKK abgeschrieben, endgültgig! Die haben AKK schon längst vergessen! (Wir stehen ja offenbar nicht mal mehr in deren Terminkalender)

Mein Fazit: Wir AKKler können Mainz vergessen - Schämt Euch und verkneift Euch auch zukünftig scheinheiliges Getue zum Thema "Rückgliederung", habt endlich den Mut öffentlich zuzugeben, daß es eine "Rückgliederung" nie wieder geben wird und verschont uns Bürger mit Euren falschen Sonntagsreden, die kann man nämlich vergessen...!

 
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Kastel starb im Bombenhagel

Ein Kommentar von Manfred Simon

Der 08.09.44 war der schwärzeste Tag der rechtsrheinischen Gemeinde Kastel. An diesem Tag erlebte die Gemeinde ihren größten Luftangriff des 2. Weltkrieges.

Die Bomber sollten das „Heereszeugamt“ vernichten, machten jedoch den ganzen Ort platt und die Kostheimer Siedlung gleich dazu. 34 Minuten dauerte der Alptraum…

334 „Fliegende Festungen“ (B-17 Bomber) machten mit und brachten in Kastel und der Siedlung 415 Zivilisten den Tod und zerstörten über 90% des Ortsgebietes. Meine Mutter und ich (damals 3 Jahre) waren mitten drin und überlebten in „Kubachs Keller“ einem öffentlichen Luftschutzraum (LSR).

Viele Jahre später wird man behaupten, der Wind sei falsch gestanden und schuld an dem Fehler, der über 400 Zivilisten den Tod brachte…

Dabei war dieser Krieg die Folge eines angezettelten Verbrechens einer gewissenlosen Clique von größenwahnsinnigen Politikern eines Unrechtssystems.

Die Quittung dafür bekamen auch die Menschen in unserer kleinen Gemeinde am rechten Ufer des Rheins und ich mit meinen (damals) 3 Jahren erinnere ich mich an nichts davon.

Die Folgen nach dem „Zusammenbruch“ 1945 erinnere ich besser, kaputte Häuser, zerstörte Straßen, Hunger, Arbeit, Neuaufbau und der fremde Mann, der plötzlich vor der Tür stand und von dem man mir sagte, daß er mein „Pappa“ sei. Viele hatten nicht dieses Glück…

Aber es gibt kaum etwas, das der Mensch nicht wieder aufbauen könnte. Heute ist alles wieder aufgebaut, alles schöner, alles besser, alles vergessen?

Wahrscheinlich ist alles tatsächlich vergessen, wie sonst ist es zu erklären, daß nach 2 Weltkriegen immer noch Kriege die Menschen geißeln und Politiker und gewissenlose Kreise überall in der Welt zündeln und mit dem Feuer spielen?

Curt Götz (ein Mainzer) sagte sinngemäß: Wenn man nach 2 Weltkatastrophen die dritte plant, kann mit den Gehirnen der Menschen etwas nicht in Ordnung sein...

Und wir? Falls wir doch nicht alles vergessen haben, dann bleibt eine Feststellung: Dazugelernt haben wir nichts, garnichts!

 
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Lesselallee: ...die Kugel rollt - aber wohin?

Ein Kommentar von Manfred Simon

Am Donnerstag war also der große Tag Kostheims in Sachen Kastanienallee. Das Ritual wurde zelebriert, die Einen hier, die Anderen da. Wie ich schonmal sagte, im Kindergarten wird weitgergespielt...

Emotionslos und/oder interesselos waren die Kostheimer nicht, selbst in der Ferienzeit kamen noch über 200 "Demonstrierer" zusammen und zeigten, was sie denken, die sozialen Neztwerke dokumentieren es, ein Foto, welches mir ein Leser postete, zeigt es auch.

Die Stadt Wiesbaden wird sich dadurch allerdings wenig bis garnicht beeindrucken lassen. Gutachter Dengler will plötzlich nie und nimmer gesagt haben, die Allee soll flachgelegt werden, während Dr. Franz zitiert wird, es handele sich da um eine politische Entscheidung...(!)

Bei einer politischen Entscheidung kann man, so glaube ich, "Vernunftsgründe" ausschließen, was, so fragt man sich also, steckt denn dann dahinter? Wirtschaftliche Interessen? Politische Kungeleien? Die Liste der Vermutungen könnte lang werden - oder auch ganz kurz!

Immer wenn die Wahrheit verschleiert werden soll und keine Tatsachen auf den Tisch kommen prodelt natürlich die Gerüchteküche. Die wildesten Fantasien schießen ins Kraut...

Ich bin mir sicher: Im Herbst fallen die Kastanien (leider nicht ihre Früchte, sonder sie selbst) und in einigen Jahren (oder schon früher?) fallen die Schuppen von den Augen der Bürger, wenn sie erkennen können, von welchen politischen "Zauberern" sie wieder einmal auf den Leim geführt wurden und warum... Wetten daß?

 
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Thema Lesselallee: ...und im Kindergarten wird weitergespielt...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Ein Gutes hat die Sache, der Bürger beginnt sich zu interessieren, zu sensibilisieren und auch sich zu wehren. Zu wehren - gegen wen oder was?

z.B. gegen das gebetsmühlenartige Wiederholen längst bekannter Standpunkte und Meinungen, die nun einmal so sind wie sie sind, ohne daß was genaues dabei rauskommt.

Der Ortsbeirat Kostheim vertritt in seiner Mehrheit eine beim Wähler/Bürger höchst umstrittene Meinung, erklärt jedoch gleichzeitig (mehrmals) mit dem auf Wiesbaden zeigenden Finger, daß die es ja sind, die entscheiden...

Soll da schon, falls es bei den nächsten Wahlen nicht so gut läuft, die Ausrede vorbereitet werden: Das waren doch garnicht wir, das waren doch die da...?

Ein Bürger nennt den Absperrzaun "eine Zumutung und Frechheit" worauf der Ortsvorsteher prompt nach WI zeigt, das sind ja die da in Wiesbaden... Oh nein, das ist wirklich wie im Kindergartern!

Auf den Vorschlag, die Bürger in die Diskussion einzubeziehen, kommt dann auch prompt die Belehrung daß laut Geschäftsordnung der Bürger kein Rederecht hat! Wunderbar ausgetüftelt in unserer "Demokratie" der Bürger solls Maul halten, es genügt wenn er alle 4 Jahre sagen darf vom er in den jeweils kommenden 4 Jahren ver...... werden möchte.

Doch halt, reden darf er, wenn er Angehöriger einer betroffenen Personengruppe ist, das trifft aber auf Kostheimer nicht zu! He, wie bitte??? Wenn nicht die Kostheimer, wer denn dann bitte? (Ich muß wohl sehr dumm sein, daß ich dies nicht verstehe...)

Der Vertreter der FWG meinte sogar, die Unterzeichner der Protestnoten hätten damit den Verlust der Allee unterzeichnet und spielt damit auf die groteske "Tatsache" an, daß später für die Allee kein Geld mehr da sei...(?)

Ich wage mal eine Zukunftsprognose: Falls die Lesselalle in 25 Jahren erneuert werden muß, wird im Stadtsäckel Geld dafür vorhanden sein und damit ist diese Behauptung für mich lediglich die Meinung eines Stadtrates, der genau das weiß, was ich auch weiß, nämlich NICHTS!  (In die Zukunft können wir nämlich beide nicht sehen)

Es kann natürlich sein, daß in 25 Jahren tatsächlich kein  Geld mehr da ist, für nichts, für garnichts... Das ist aber ein völlig anderes Thema...

Aber mal noch kurz zur Sache, um die es ja eigentlich gehen sollte: Im Unwetter vor wenigen Tagen ist im Kasteler Rheinarm eine Yacht gesunken, kein Ruderboot, eine ausgewachsene Motoryacht. Die Bäume in der Kastanienallee auf der Maaraue (das sind nur ein paar Meter Luftlinie entfernt) haben nur ein paar kleine Äste verloren.

Ich stelle also fest: In diesem Sturmwetter war der sicherste Platz wohl in der Kastanienallee und Experten wissen auch nicht alles...! Wie, sie meinen das sei jetzt aber polemisch? Stimmt, Sie haben recht...

Das bringt mich auf die Argumentation bezüglich der Sicherheit, die ständige Wiederholung des ewig gleichen, nicht unbedingt zutreffenden "Ausredenschlagers":

Die FDP argumentiert zunächst, daß eine Allee ein Eingriff in die Natur sei und keine natürliche Sache. Stimmt, sage ich, aber das geht hier am Thema völlig vorbei und wir wollen doch wohl keine juristische Haarspalterei oder gar eine philosophische Abhandlung vom Zaun brechen, oder?

Die FDP argumentiert in der Hauptsache also mit der Sicherheit des Bürgers vor Bruchholz usw. so weit so gut. Man meint, wenn was passiere, müsse jemand von der Verwaltung in den Knast und der Ortsbeirat trage dafür die Verantwortung!

Also, wir haben doch mittlerweile gelernt, daß der Ortsbeirat garnichts zu sagen hat, alles wird in WI gemacht, also kann der Ortsbeirat auch dafür keine Verantwortung tragen. (Oder habe ich da schon wieder was falch verstanden?) Außerdem habe ich noch nie gehört, daß ein Politiker oder Verwaltungsangestellter o.ä. wegen sowas jemals in den Knast gekommen wäre...

(Diese Argumentation empfinde ich eher als eine Ausrede, liebe Frau Kracht, das können Sie doch viiiiel besser!)

Wenn im Winter eine Straße oder Weg nicht gestreut wird, werden Hinweisschilder aufgestellt, daß dies so ist und jeder in Eigenverantwortung dort herumläuft, basta! ...und das soll im Fall Lessselallee nicht genauso möglich sein, aber hallo! Oder habe ich auch dies wieder einmal völlig falsch verstanden?

Der französische Schriftsteller Francis Dicubia (1879 - 1953) sagt: "Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann."

In diesem Sinne: Im Kindergarten kann weitergespielt werden...!

 
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Lesselallee vom Unwetter verschont - sie steht noch!

Ein Kommentar von Manfred Simon

Ja, so ist das mit den  Expertengutachten. Da kommt ein kluger Kopf daher und behauptet, daß von einer Allee für die Bevölkerung eine große Gefahr ausgehe und diese deshalb aus Sicherheitgsgründen gefällt werden müsse.

Die bedrohte Natur kommt nun auf ganz eigene und unkonventionelle Art und Weise sich selbst zu Hilfe. Sie sendet über die ganze Region ein Unwetter, das Bäume umschmeist, Dächer abdeckt, Äste abbrechen läßt und vieles mehr, kurz: Die Natur zeigt wer hier der Herr im Haus ist...

Das ist gut und richtig, vergessen die Menschen doch leider allzu oft sich mit der Natur zu arrangieren, in der sie leben. Ein kleiner "Nasenstüber" ist da mal ganz richtig um zu zeigen, daß der Mensch mit und nicht gegen die Natur leben muß, ich sage "muß" nicht "kann"!

Soweit so gut, doch nun kommt das "Lehrstück" für die überheblichen "Alles-besser-wisser": Ausgerechnet die Allee der großen Gefahren, die astbruchgefährdete Kastanienallee auf der Kostheimer Maaraue, ihr ist nichts passsiert, im Vergleich garnichts!"

Am Morgen danach, dem Morgen der Wahrheit, steht die Allee da wie seit über 100 Jahren, stolz und prächtig, so wie wir sie kennen, deshalb sage ich:

Ihr wißt NICHTS - Ich weiß NICHTS - Wir alle wisssen NICHTS! Es wird nur zu viel und zu dumm gequatscht und leider von Leuten, die am wenigsten wissen... (Ich schließe mich ausdrücklich ein!)

...das wird man doch mal sagen dürfen...

 
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Lesselallee: Zeichen stehen auf Fällung - Kein Heldenstück für das Dezernat...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Wie heißt es im "Wallenstein"? 'Das war kein Heldenstück...' Die Sitzung des zuständigen Ausschusses zum Thema "Lesselallee" am Dienstag war es gewiß auch nicht!

Ganz im Gegenteil, der unbefangene Beobachter hat den Eindruck, daß eher Machtgehabe und politisches Unvermögen im Vordergrund standen...

Man möge mir verzeihen, aber das letzte was mich interessiert sind Gutachten und Gegengutachten und Gegengegengutachten.

Ein Gutachten, falls es wirklich neutral ist, kann eine Entscheidungshilfe und damit sehr nützlich sein. Gutachten, die nur einen Zweck haben, ein anderes in einem anderen Licht zu zeigen, sind manchmal auch nützlich zur Meinungsbildung, aber damit dann auch Schluß!

Was gefragt ist, ist politisches Können und Entscheidungsfreude in der Sache, mit Vernunft und Augenmaß! Die vergangene Sitzung brachte das, was in solchen Situationen immer wieder feige praktiziert wird: Spiel auf Zeitgewinn, nichts weiter...

Machen wir mal eine neue  Besichtigung (als ob  die Örtlichkeit nicht schon genug besichtigt worden wäre) und schon haben wir wieder 1 Monat Zeit gewonnen.

Entschieden wird dann am 16. September,  bis dahin fließt noch viel Wasser sowohl den Main als auch den Rhein hinunter...

Der Gutachter der Stadt zeigte sich in der Sitzung nicht, zum erneuten Termin soll er aber wieder Zeit haben, wie man hört... - Fehlten die Argumente im Termin...?

Sowas kommt einem Affentheater näher als bürgernaher Politik. (Sorry liebe Affen) Als Bürger sehe ich nur eins: Die Bäume werden  fallen, sie werden fallen weil eine bestimmte Politische Gruppe es so wollen und die wahren Gründe dafür werde ich wohl kaum je erfahren... (mir stellt sich das jedenfalls so dar...)

So wird es also im Herbst an einem (vermutlich) nebligen Tag heißen: "Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im frühen Morgenrot..." (Alexandra 1942 - 1969)   

...und was zurückbleibt sind frustrierte Bürger, die wieder einmal mehr erkennen können, daß sie in einer Welt leben, in der sie nichts aber auch garnichts zu sagen haben und das Wort: Demokrtie = Volksentscheidung nur eine hohle, eine sehr hohle, Phrasae ist. "Machtpolitik" heißt sowas glaube ich, wenn´s nicht mehr wirklich um die Sache geht...

...da nutzt es auch nichts, wenn zwei Politiker empfehlen, den Bürger bei der Entscheidung mitzunehmen, wohin bitte, in die Veräppelung? (Immerhin kommt mal jemand auf die Idee)

Frage: Gibt es bei 3.500 Unterzeichnern von Petitionen überhaupt noch was "mitzunehmen" außer der Erkenntnis daß die nunmal nicht das wollen, was "die da oben" wollen...?

Die Debatte soll ja ziemlich "hitzig" gewesen sein, rausgekommen ist außer heißer Luft aber recht wenig, wie meistens bei solchen "Diskussionen"... Den Bürger wundert´s nicht!

 
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Maarau-Kastanien: Irrtum eingesehen?

Am 1. Juli fällt also das Fallbeil, die Axt, oder auch die Motorsäge - ...oder auch nicht?

Ein Kommentar von Manfred Simon


Während sich die gelben Bänder an den Bäumen in Kostheim mehren, die Unterschriften häufen und der Bürgerwille immer stärker artikuliert wird: "Wir wollen unsere Kastanien behalten!" hat sich der Gutachter des befürwortenden Dezernats weise zurückgezogen. (Wie man hört nimmt er an der Sitzung nicht teil)

Er hat offenbar erkannt, daß mit einem Gutachten gegen den Volkeswillen kein Staat zu machen ist, obwohl in einer sachlichen Diskussion durchaus das Verständnis von Demokratie zelebriert werden kann...

Wenn nun auch noch die Damen und Herren des zuständigen Dezernats so viel Größe aufbringen könnten zuzugeben, daß es ein Irrtum war einem doch eher umstrittenen Gutachten zu folgen und sich um den Bürgerwillen recht wenig zu kümmern, dann kann am 1. Juli das Vertrauen in die Kompetenz eines Dezernates wieder hergestellt werden...

Einen Nachteil hätte man allerdings: Ein weiteres Schild würde die Maaraue zieren:

"Straße bei Sturm und Starkwind gesperrt - Benutzung auf eigene Gefahr!"  Aber damit könnten die Kostheimer bestimmt besser leben als mit der sinnlosen Fällung von stattlichen über 100 Jahre alten Bäumen, die viel gesehen und erlebt haben... Wetten daß?

 
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Kein Kommentar

Als ich am Feiertag in Mainz spazieren ging, traf ich auf meinem Rückweg auf der Kaiserstraße in Mainz zwei Bekannte, die ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe.

Nach einer entsprechenden Begrüßung kam man ins Plaudern. Der erste fragte mich, was denn da los sei in Kostheim auf der Maaraue mit der Kastanienallee. (Er meinte die Lesselallee).

Er vertrat die Meinung, daß damals in Mainz nach der Nacht und Nebel-Aktion mit den Baumfällungen auf dem Gutenbergplatz der Unmut der Bürger auch sehr groß gewesen sei und nun sähe das garnicht so schlecht aus. Etwas "Militärisch-Uniform" zwar, gleiche Krone, gleiche Höhe, gleicher Schnitt usw. aber doch ganz gut ansehbar...

Mein zweiter Bekannter sah es anders, er meinte, das hätte was mit Würde, Ehrfurcht und Anstand zu tun. Wenn über 100 Bäume, die über 100 Jahre alt geworden sind, viel erlebt und viel gesehen haben, auch zwei Weltkriege überstanden haben, dort stehen, dann haben sie es verdient gehegt und gepflegt zu werden, bis an das biologische Ende und nicht absichtlich dahingemordet zu werden...

Wir Drei gingen weiter in Richtung Christuskirche, aber ein Gespräch wollte nicht mehr so recht in  Gang kommen...

Von meiner Seite: Kein Kommentar...

(Manfred Simon)

 
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NSA in Kastel - It´s time to say goodbye...

Kommentar von Manfred Simon

Die NSA macht ja seit einiger Zeit Schlagzeilen wegen ihrer Abhörtätigkeit. Auch Frau Merkels Handy sollen sie gefilzt haben. Schnee von gestern könnte man denken. Deutschland ist zwar seit der Zeit der Wiedervereingung ein souveräner Staat, nur Herr im eigenen Haus ist man  nicht...

Hohe Politik, wir ändern es sowieso nicht! Wenn die Sache jedoch vor der eigenen Haustür passiert, merkt man naturgemäß auf.

Der SPIEGEL hat sich dieses Themas erneut angenommen (Nr. 25) und man erfährt, daß die NSA eine Art Filiale betreibt und zwar das offiziell so genannte European Technical Center, kurz ETC.

Dies ist eine der wichtigsten Datensammelstellen Europas und untergebracht in der Ludwig-Wolker-Straße in der offiziell so genannten "Storage Station".

Da wo "Storage Station" draufsteht ist also "NSA" und "ETC" drin! (An der Einfahrt soll angeblich sogar vor dem Gebrauch von Schußwaffen gewarnt werden)

Dieses alles befindet sich auf einem Gelände mitten in Kastel von Mauern und Zäunen abgeschottet und ist so ziemlich 20 Hektar groß. Das Gelände wurde von den Amis nach Kriegsende besetzt und fortan (wie vorher auch schon) militärisch genutzt. Im Laufe der Jahre wurde die Nutzung dann  angeblich "zivil".

Das Areal machte in dieser Zeit nocheinmal Schlagzeilen, es wurde von Bodenbelastungen durch Chemikalien und Öl usw. geredet, was dann aber offenbar der Geheimhaltung zum Opfer fiel...

Jedenfalls ist das Gebiet eine vorhandene Tatsache, genauso wie die Amis die sich darauf tummeln, man weiß es, man kennt es und man ignoriert es...

Wenn der SPIEGEL Bericht nicht gekommen wäre, man hätte sich auch weiterhin nichts daraus gemacht, es ist eben so...

Die Kasteler Bürger würden sich sicherlich auch nicht durch Aktivitäten gewisser Parteien wegen der Ami-Tätigkeiten und deren Geißelung sonderlich aus der Ruhe bringen lassen, kann man doch sowieso garnichts daran ändern...

Eines läßt den zuständigen Nerv allerdings zucken: Eine so brisante Einrichtung wie diese, ist, wenn sie nunmal in allen Zeitungen steht, überall bekannt. ...auch bei den diversesten Terrornetzwerken...

Theoretisch ist Kastel also durchaus ein mögliches terroristisches Ziel, der Brennpunkt mitten in der Stadt! Und daß dies im Ernstfall, je nach den eingesetzten Mitteln, eine Gefahr für die Bevölkerung wäre, wird wohl niemand ernsthaft abstreiten wollen...

Vielleicht würden die Amis (dank NSA) als erste davon erfahren und könnten sich (und uns) vor Attentätern schützen, aber wer will sich schon darauf verlassen ?

Hier setzt nun die Pflicht unserer Politiker ein, etwas für die Bevölkerung zu tun (ich weiß, ich verlange viel) und sofort mit den Amis zu reden, am besten darüber, daß unsere Freunde dieses ganze Areal möglichst umgehend verlassen sollten.

Dieses Gelände liegt wie ein Gürtel um den Stadtkern und wirkt sich als Fremdkörper aus, es muß verschwinden und als ganz normales städtisches Gelände für Wohnraum und Gewerbe zur Verfügung stehen.

Es teilt Kastel in zwei Hälften und muß seither von der einen Seite (Bölckestr.) oder der anderen Seite (Steinernstr.) umgangen bzw. umfahren werden.

Nicht nur wegen NSA/ETC ist für dieses Gelände nun endlich die Zeit gekommen zu sagen: "It´s time to say goodbye..."

(Fotos: AKK-Zeitung)

 


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