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Alle Wege führen nach Rom - Quo vadis Bürgerhäuser?
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Alle Wege führen nach Rom - Quo vadis Bürgerhäuser?

Wiesbadens OB will solidarisches Votum zum Komplex Bürgerhäuser

Kommentar von Herbert Fostel


Ein bekanntes Sprichwort "Alle Wege führen nach Rom" abgewandelt... Neubau oder Vollsanierung der Bürgerhäuser in Kastel und Kostheim im Fokus des Wiesbadener Magistrats.

Der WI-OB verkündete dazu unmissverständlich „Das Rathaus wird die Entscheidung nicht treffen, getroffen wird sie von den Menschen vor Ort.“

AKK-Beauftragter Stadtrat Rainer Schuster: „Die Zahlen sind auf dem Tisch, wir stellen sie vor.“

Am Dienstag, 22. Juli, wurden die Konzepte den Ortsbeiratsmitgliedern und Vereinsringvertretern vorgestellt. Für eine Sanierung der beiden Bürgerhäuser wären 5,5 Millionen Euro anzusetzen.

3 Millionen Euro für Kostheim und 2,5 Millionen Euro für Kastel. Beide Bürgerhäuser seien nur schwach ausgelastet, der große Saal in Kastel nur mit einer Belegungszeit von 26 %. Neue Nutzungsgruppen sind mehr als erforderlich, wies der OB hin.

Die Mängel, die beide Bürgerhäuser aufweisen, sind: Sanierungsstau, fehlende Parkplätze, Wohnungen in der Nachbarschaft und keine Möglichkeiten mehr für eine Erweiterung. Bei erforderlichen Sanierungen müssten Brand-, Schall- und Wärmeschutz sowie Energieversorgung modifiziert werden.

Für einen Neubau in der Kostheimer Landstraße wurde von der Wiesbadener Behörde ein Modell erstellt und in Kommunikation mit Vereinen ein entsprechendes Raumkonzept entworfen.

Ein nutzbringendes gemeinsames Bürgerhaus, das in Sichtweite des künftigen Linde-Wohnviertels am Floßhaben entstünde, sollte Kapazität für 700 bis 800 Besucher aufweisen.

Das frei werdende Grundstück ist begründet durch einen vorgesehenen Umzug der beiden Einkaufsmärkte zum Gewerbestandort „Gückelsberg“. Eine Zielrichtung biete der Neubau des „Hauses der Vereine“ in Dotzheim mit 500 Plätzen, der mit 5 Millionen Euro veranschlagt wurde.

Dazu erläuterte der OB, dass bei einem Neubau vorteilhaft zu registrieren ist, dass die Nutzung in den alten Bürgerhäusern bis zur Eröffnung weiter in Anspruch genommen werden könnte. Realistisch für Neubau oder Sanierung wäre ein Zeitraum von ca. fünf Jahren, sofern das Parlament zustimme.

Ins Kalkül müsse auch einbezogen werden, ob die in beiden Bürgerhäusern eingerichteten Stadtbüchereien an einem neuen Standort etabliert werden oder in den Ortskernen verbleiben sollen.

Die Botschaft vom OB begeistert die Befürworter eines neuen Bürgerhauses. Ein aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten begründeter Umzug des renommierten Karneval-Clubs Kastel in den Mainzer Gutenbergsaal der Rheingoldhalle könnte mit einem neuen Infrastruktur-Angebot ein Denkanstoß zur Rückkehr, im Präsidium sein.

Auch der erfolgreiche Kostheimer Carneval-Verein wäre ein Garant für ausgebuchte Saal-Veranstaltungen. Aber die 5. Jahreszeit ist alleine nicht ausreichend für ein neues Bürgerhaus. Es bedarf viel Überzeugungskraft, die Kritiker aus Kostheim umzustimmen.

Das bisherige Bekenntnis lautet, das alte Bürgerhaus im Ortskern, statt Randbezirk zu befürworten. Man kann über alles reden – man muss es nur wissen, war der Tenor auch von der Kasteler Ortsvorsteherin Christa Gabriel und stellv. Kostheimer Ortsvorsteher Gerd-Josef Weckbacher zum positiven OB-Schachzug bezüglich „zentraler“ Standort eines gemeinsamen Bürgerhauses in der Kostheimer Landstraße.

Aufwendige Generalsanierungen bedeuten auch, dass die Bürgerhäuser für zwei Jahre geschlossen werden. Wichtig sei auch das „OB-Bekenntnis“, dass die Bürgerhäuser von den Vereinen weiterhin kostenlos genutzt werden können – mit „Recht zur Erstbelegung“!

Kasteler Vereinsring-Vorsitzender Josef Kübler prognostizierte „fastnachtseinvernehmliche Koordinationen für die Sitzungen“ in der Kampagne.

Eine Arbeitsgruppe ist gebildet worden zu den „OB-Neuplänen“ für ein gemeinsames „Kultur- und Bürgerhaus“. Der konzipierte Entwurf des Oberbürgermeisters ist akribisch und klar vorgestellt worden.

Sven Gerich will eine solidarische Entscheidung der Ortsbeiräte von Kastel und Kostheim bis zum Jahresende. Wünschenswert wäre, dass die Ortsbeiräte einen Konsenz zu den aktuellen Angeboten der Stadtregierung fristgemäß einbringen.

Fatal wäre es, wenn die Ortsbeiräte sich aufreiben würden, wie bei der „Fahrrad-Weg-Neugestaltung“ in der Steinern Straße –linke Seite Kastel, –rechte Seite Kostheim, – bis zum „St. Nimmerleinstag“.

(Herbert Fostel)

Mol e Frooch: Wenn des neie Ding käm, was ded´n donn mit dene zwää alte bassiern?

 
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