Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Das waren noch Kasteler Zeiten
E-Mail PDF

Das waren noch Kasteler Zeiten

Ein Kommentar im Rückblick von Herbert Fostel

Die „Kasseler Kerb“ auf dem alten Kerbeplatz mit Reitschule und Schiffschaukel gehört zu den wehmütigen Erinnerungen.

Auch der traditionelle Frühschoppen im Festzelt der Kasteler Jocus-Garde gehörte auch an den Kerbe-Tagen, in den 50er Jahren, zum gesellschaftlichen Ereignis.

Epochen der Flößer-Dynastie und Küferzunft gehören der Vergangenheit an. Ein Jahrhundert Ereignis war  der zugefrorene Rhein in den Wintermonaten 1929/30.

Hunderte von Menschen wanderten von beiden Ufern kommend über den Rhein. Zu der Vielzahl der Lokalitäten im Herzen von Kastel zählten die Weinwirtschaft Peter Kigigmann, Ecke Mainzer/Zehnthofstarsse. Dort kostete der „Halwe“ 1936 noch 27 Pfennige!

Gasthaus „Zum Löwen“ Ecke Mainzer/Rathausstrasse, gehörte zu den beliebten 14 Gaststätten im Jahre 1937. Spezialität war der „Handkäas mit Musik“. Die „"Schokoladenseite“ Kastels war die Hotelfront der ehemaligen Eisenbahnstrasse, gegenüber dem Bahnhof, vor der Zerstörung im September 1944.

Die sechs „Brünnscher“ in Kastel gehörten einst zum Straßenbild, wie die Fahnenstangen über den Toreinfahrten. Das „Kasseler Wäsch-Brickelsche“, einst zwischen Enoch und Straßenbrücke am Kasteler Rheinufer stationiert, war die begehrte „Wasch-Anstalt“, bevor die „Neuzeit“ mit der Waschmaschine begann.

„Wertschaft-Fassenacht“ mit den vorgetragenen „Moritaten“ durch die legendären Josef „Schnackel“ Grebner. „Lisbeth“ Kaiser geb. Pilgenröther mit den „Großmütter“ die als Schnorrer in den überfüllten Kasteler Gasthöfen viel „närrische Turbulenzen“ auslösten.

Unvergessen die Rekrutenvereidigung, einst der närrische Pulsschlag von Kastel, das Prozedere fand Ecke Zehnthofstrasse/Schützenhofstrasse statt.

In der Rathenaustrasse im Hauptquartier von „Schambes“ Wagner fanden ebenfalls große Rekrutenvereidigungen statt. Zu den närrischen „Kasteler Lichtgestalten“ zählte auch die Kasteler Jocus-Garde von 1889.

Im Zeitraffer, ist es Chronistenpflicht, die Gründung des Atlanta-Club 1948, dem späteren Karneval-Club Kastel (KCK) darzustellen.

Der unvergessene Gründer, Motor und „Seele des Clubs“, Rolf Braun der, für den kometenhaften Aufstieg mit seinen verschworenen Mitstreitern maßgebliche Impulse ausströmte.

Rolf Braun mit seinen Markenzeichen Botschafter des Frohsinns konnte auch Bundesweit bei den TV-Sitzungen brillieren. Sein Motto hat bis zu heutigen erfolgreichen KCK-Zeiten bestand:“ Immer bereit- Freude zu spenden“.

Mit dem einstigen Kasteler Rasselfest, den vorweihnachtlichen Aktionen, dem urkomischen „Wirte-Rennen“ in der Mainzer Straße (Rue) konnte die hiesige Geschäftswelt punkten.

Diese Angebote wurden auch durch die Vereine mit großer Besucher-Resonanz unterstützt bzw. honoriert. Heute gibt es keine Kerb mehr, kein Rasselfest mit Vereinen und Wirten, mit seiner Beschaulichkeit und familiärer Atmosphäre.

Schausteller, wurden erst nach den Gründungszeiten als „Zubrot“ von den Rasselfest-Organisatoren mit „ins Boot“ geholt wurden.

Das propagandierte „Kasteler Rasselfest“ wird nur noch durch die Schausteller, mit einem Rummelplatz (Paulusplatz) noch am Leben gehalten.

Beim diesjährigen Spektakel konnten die Schausteller noch einen „Bündnis-Partner“ in der Mainzer Straße gewinnen, der am Sonntag den 14.Juni einen kommerziellen „Open-Air-Flohmarkt“ anbietet.

Erwähnenswert ist auch der professionell ausgerichtete Mittelaltermarkt in der Reduit. Bei freiem Eintritt gibt es auch in heutigen Zeiten Veranstaltungen in der hiesigen Region:

„Kinderspiel und Sportfest“ (KISS für AKK), Kinder und Jugendzentrum in der Reduit mit ihrem jährlichen „Kinderfest“, sowie das „Adventsdorf“.

Die Zeiten ändern sich, aber der „Spaß an der Freud“ sollte stets finanzierbar und überschaubar bleiben.

 
Regionale Werbung
Banner

Gerade aus dem Ticker

Diese Frage stellt sich

Was ist das? Es hat zwei Flügel und kann nicht fliegen, das Laufen scheint ihr mehr zu liegen.
- Die Nase!

Banner