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Gauner und Betrüger überziehen unser Land...
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Gauner und Betrüger überziehen unser Land...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Als ich in den vergangenen Tagen durch die Mainzer Lotharstraße ging, kamen zwei weibliche Gestalten auf mich zu, denen man gleich ansah, von welcher "Sorte" sie waren.

Die erste stellte sich taubstumm und wollte etwas auf einen Zettel schreiben, die Zweite versuchte sich hinter mir zu plazieren. Der uralte Trick ist mir aus meiner Tätigkeit als Redakteur ja wohl hinreichend bekannt.

Ich drehte mich sofort um und bot den  beiden Gaunerinnen saftige Ohrfeigen an, was die veranlaßte sofort loszurennen und im Passantenstrom unterzutauchen. (Von wegen "taubstumm"!)

War ja klar, irgendwann mußte es ja auch mich treffen, dieses Pack lauert ja überall und darf bei uns offenbar ungestört "arbeiten". Bei meiner Tätigkeit die Rubrik "Polizeibericht - Diebstahl - Trickdiebe - Wohnungseinbrüche - Betrug" zu bearbeiten, sehe ich, daß diese Rubriken mit Abstand die meisten Beiträge aufweisen.

Liest man diese Berichte fällt einem auf, daß die Ganoven offenbar keine ernsthaften Konzequenzen zu befürchten  haben. Am Ende der Meldungen steht dann etwa: ...nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die Täter wieder auf freien Fuß gesetzt!

Was weiter auffällig ist, nicht immer aber meistens wird die nationale oder geografische Herkunft der Gauner schamhaft verschwiegen! Ist auch nicht nötig die zu nennen, daß die Herkunft meist südosteuropäischs ist, weiß man sowieso mittlerweile.

Ich erinnere mich an einen Zeitungbericht aus der Zeit, als Bulgarien und Rumänien in die EU kamen, aber die Freizügigkeit noch eingeschränkt war. In einem Zeitungbericht warnte damals ein hochrangiger Polizeisprecher vor den Folgen der nun einsetzenden "Ganovenzuwanderung" (Ert hat´s natürlich anders ausgerdrückt)

Erstens hat man danach solche Aussagen aus Polizeikreisen nie wieder gehört und zweitens hatte der Mann recht!  Zufall??? Nun, da die Reisefreiheit aus diesen Ländern jetzt uneingeschränkt gültig ist, sehen wir ja was passiert...

Ein Sprecher der Polizeigewerkschaft formulierte es so: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalität. Daher ist ein Anstieg von agierenden Einbrecherbanden aus Südosteuropa zu verzeichnen." Und: "Wir haben es mit reisenden Tätergruppen zu tun. Die sind höchst mobil und sind wieder weg, bevor wir bemerken , daß es sich um eine Einbruchsserie handelt."   Aha!

Der Bürger ist es, der den  Schaden zu tragen hat, wenn Einbrecher seine Wohnung verwüsten und ihm sein Eigentum klauen, der Bürger ist es, der zu leiden  hat, wenn gutgläubige Senioren mit Zetteltrick, Halskettentricks und Schockanrufen übertölpelt werden und teils hoher Schaden eintritt.

Bestens organisierte Gaunerbanden haben unser Land mittlerweile überzogen und agieren immer dreister und dies flächendeckend! Alle 3 Minuten ein  Einbruch in Deutschland!

Ich weiß nicht, was die Polizei hinter den Kulissen tut um diesem Spuk endlich ein Ende zu bereiten, aber die Statistik sagt, daß dies, was immer es auch sein mag, nicht von Erfolg gekrönt ist, denn alleine die Wohnungseinbrüche sind bisher stetig gestiegen und haben mittlerweile die Zahl 149500 erreicht.

Trotzdem: Untätig ist die Polizei natürlich nicht, oft werden "Aufklärungsveranstaltungen" durchgeführt, in denen dem Bürger gesagt und gezeigt wird, wie er sich selber vor Unbill schützen kann. Der Bürger muß sich also selber schützen, nicht der Staat den Bürger...

Und wenn ich mich schon selber schützen muß, darf ich aber aus Sicherheitsgründen nichts unternehmen! Wenn Einbrecher in meiner Wohnung sind, soll ich mich passiv verhalten , den  Gaunern nicht entgegentreten, sondern sie mit Licht einschalten und Geschirrgeklirr vertreiben, mich verbarrikadieren....

Klappt das nicht, soll ich tun was der Gangster will und sogar wertvolle Sachen herausgeben. Am besten ich übergebe ihm meine Scheckkarte mit Geheimzahl dazu und wenn der Kerl endlich weg ist setze ich mich ruhig auf einen Stuhl im ausgeraubten Wohnzimmer und komme mir ziemlich ver..scht vor.

Ich will das nicht lächerlich machen, natürlich geht die persönliche Sicherheit immer vor, aber das ist doch wohl auch keine Lösung!

Und die Politik? Zunächst, so lese ich jedenfalls, hat ein Politiker festgestellt, daß mehr Geld für die Einbruchbekämpfung der Polizei gebraucht wird... (Aha!) ...und ein anderer hat gemerkt, daß Deutschland zum Einbrecherparadies wird (als ob es das nicht schon längst wäre) und dann meint natürlich auch der, daß der Staat dies unterbinden müsse (hört hört!) und daß wir mehr Polizei brauchen...

Da mir jetzt die Worte fehlen ein anderes Thema zum gleichen Thema: Also die Politik meint, was wir nun brauchen ist ein "Anti-Einbrecherpakt", was immer das auch sein soll...

Immerhin, der Bundesinnenminister hat herausgefunden wieso die Einbruchsfälle angestiegen sind: Die international organisierte Kriminalität ist daran schuld! Und im übrigen meint er, den anderen EU-Staaten wie Niederlande, Frankreich und Polen gehe es ja genasuso... (Aha!)

Nun erklärt der Minister auch was mit dem "Anti-Einbrecherpakt" gemeint ist. Das soll nämlich so gehen: Also zunächst muß die Zusammenarbeit der Länder ganz anders als bisher organisiert werden. (hört, hört!)

Während die Einbrecher weiterarbeiten  könnten beispielsweise stichprobenartige Kontrollen im grenznahen Bereich durchgeführt werden... Wenn man die Einbrecherbanden grenzübergreifend bekämpfen will, muß man zunächstg einmal die wichtigsten Voraussetzungen schaffen und dies sind? Richtig: Verträge und Abkommen müssen geschlossen  werden, mit Tschechien sind die schon in Vorbereitung und ein Polizeivertrag mit Polen wäre auch gut... (Die Einbrecher arbeiten  zwischenzeitlich natürlich immer noch weiter...)

Und dann meint der Minister noch: Das Wichtigste seien aber immer noch die individuellen Schutzmaßnahmen von Hausbesitzern und Wohnungsinhabern an Wohnunghstüren und Fenstern, dadurch würden immerhin fast 40% der Einbruchsversuche erfolglos abgebrochen... (Ist das jetzt das Verdienst der Bürger oder das Verdienst der Politik? Ich frag ja nur...)

Davon, daß man die Kosten solcher Ausgaben von der Steuer absetzen kann hält der Minister allerdings nichts... (Aha!)

Noch kurz ein ganz anderes Thema: Die Internetkriminalität sei zu einem großen Problem geworden, meint der Minister, da seien aber die Internetnutzer selber schuld, weil die viel zu sorglos mit ihren Daten im Netz umgehen...! Alles klar?

Als Redakteur versuche ich alle Seiten zu betrachten und auf diverse Gegebenheiten ausgleichend zu reagieren, keine Polarisierung zu machen und fair zu bleiben, aber bei diesem  Thema... Entschuldigung, als Bürger komme ich mir ver..scht vor...!

...das wird man ja wohl mal sagen dürfen!

 
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