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Neu-Orientierung in AKK-Bürgerhäuser
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Neu-Orientierung in AKK-Bürgerhäuser

Kommentar von Herbert Fostel

Zur Sicherung von Flucht-Rettungswegen werden neue Bestuhlungs-Pläne für die nicht mehr zeitgemäßen Bürgerhäuser, in Kastel und Kostheim durch die Stadt Wiesbaden neu erstellt.

Verschärfte Vorschriften zum Brandschutz sind Ursachen und Folge. Breite Gassen im Saal sollen frei bleiben.-Die Quintessenz bedeutet, dass die bisherigen Sitzplätze markant reduziert werden. Abbau von Holzverkleidungen gehört auch zu den Vorkehrungen.

KCK-Präsident Ludwig Hirsch weist hin, dass jede Sitzung im Kasteler Bürgerhaus von 650 Besuchern frequentiert  wird. In Zukunft sind es weniger  als 500 Besucher pro Sitzung in der Kampagne.

Aus genannten Gründen entschied das Präsidium, alle Sitzungen im Gutenbergsaal in der rheingoldhalle – Mainz- für die Kampagne 2014 abzuhalten. Vier Sitzungen werden angeboten, teilt KCK-Präsident  Ludwig Hirsch mit.

Geschäftsführer Bardo Frosch wies auf die Schmerzgrenze  der Wirtschaftlichkeit  für den Club hin. Die immer mehr einschränkenden Verordnungen der Stadt Wiesbaden machten ein “Quo vadis?“-(wohin gehst du?)- für ein ausgeglichenes Finanzkonzept für den  KCK unumgänglich,  war der Tenor.



Eine zusätzliche Sitzung, um den erneuten Schwund an Plätzen  auszugleichen,  ist nicht möglich und wäre mit hohen Kosten verbunden, erläuterte KCK-Präsident Ludwig Hirsch.

Die KCK-Führung resümiert, das der Club jedes Jahr  mehr als 30.000,-Euro investiere, um das marode Bürgerhaus fastnachtlich  zu schmücken.  Zu den zahlreichen  Mängel zählen Toiletten –die zum Himmel stinken-für Besucher und Aktive. Übrigens war dies auch ein Sanierungs-Antrag im Kasteler Ortsbeirat von  FDP-Sprecherin Jutta Deusser-Bettin.

Unzumutbare Umstände ,die von der Stadt Wiesbaden scheinbar schwierig zu beseitigen sind. Technik und Beleuchtung ist total veraltet. Durch Fremdfirmen kostenaufwendig  für Sitzungen geordert-diese Missstände betreffen  die Bürgerhäuser  in Kastel und Kostheim!- Fehlende Parkplatzmöglichkeiten rund um das Bürgerhaus.

Eine erforderliche Renovierung, des in den  60er Jahren erbauten Gebäudes-würde die Stadt Wiesbaden 200.000,- Euro kosten. Was aber nicht investiert wird, waren die Aussagen von Präsident Ludwig Hirsch und Geschäftsführer  Bardo Frosch.

Mir 950 Sitzplätze im –Gutenbergsaal- und einer idealen Infrastruktur  ist dieser „paradiesische Umzug“ ein absoluter Image-Gewinn. Laut KCK-Präsident  gibt es viel  Verständnis  und Lob für die Handlungsweise  des Präsidiums  in der Öffentlichkeit.

Die Bindungen des KCK zu Mainz  ist ja nicht nur  in der  Mainzer –TV-Fastnacht-Life-Übertragungen  gefestigt worden. Favorite Parkhotel –Stammhaus des KCK-mit Denkmalfest, Weihnachtsfeiern, Ball und Komitee-Essen.

Die Ordensfeier  soll im nächsten Jahr im Hilton-Goldsaal veranstaltet  werden. Zu  seinen Kasteler Wurzeln  bekennt sich der KCK mit dem Neubau  seiner Wagenhalle  im Petersweg und die Geschäftsstelle in der Mainzer Strasse. Am AKK- Fastnachtsumzug  und traditionellen Fahnenhissung wird sich der Club weiterhin  beteiligen, bestätigen die KCK-Verantwortlichen.

In Kastel werden wohl die „Nutznießer“ der kostenlosen KCK Dekorationen  zukünftig  vierfarbbunte Luftballons aufblasen müssen, für einen  Hauch von fastnachtlichem  Flair  im tristen Kasteler Bürgerhaus.

Einst ein Prachtbau -heut ein komplett sanierungsbedürftiges öffentliches Gebäude, das zur ruhmreichen Vergangenheit  gehört, wie das verabschiedete Kasteler Rasselfest.

Das vermeintliche Wehklagen der hiesigen Kommunalpolitiker kommt wieder einmal zu spät.- Frei nach Goethes Erlkönig-„ Du rettest den Freund nicht mehr….“

KCV-Präsident Toni Oestereich weist bei den schwächeren Auslastungsmöglichkeiten auf einen Verlust von über 60 Sitzplätzen im Kostheimer Bürgerhaus hin,-sowie der  kommenden erhöhten Forderungen der neuen Gema-Verordnung zu schultern sind.

Auf  Grund der vorgegebenen Maßnahmen ist der „ Betriebswirtschaftliche Parameter“ des KCV auf eine zwingende Neu-Orientierung ausgerichtet. Dazu steht auch eine evtl. Erhöhung der Eintrittspreise  auf  dem Prüfstand des KCV-Vorstandes.

Wegen der ausgebuchten Sitzungen in der Jubiläums-Kampagne 2013 konnten über 200 Kartenwünsche nicht erfüllt werden. Seit „ Ascher -Mittwoch“  ist für Sonntag, den 9.02.2014 eine zusätzliche „Prunk-Sitzung“ in Planung, deren Disposition  und Programm-Punkte schon vertraglich abgeschlossen sind.

KCV-Präsident legt Wert auf die Feststellung, dass wieder ein quantitativer vierfarbbunter Programm-Reigen mit  dem Prädikat-„Erstklassig“- in der Kostheimer „ Bürgerhaus-Narrhalla“ vom KCV  für seine treuen Besucher aus Nah und Fern präsentiert wird.

Es wiehert dagegen der Wiebadener Amtsschimmel, der sich redlich um einen „Orden gegen den tierischen Ernst „ in Aachen bewirbt, um mit der „Köpenikade“ „Jawoll Herr Hauptmann!“ zu schwadronieren.
Besser  wäre es überzogene Anordnungen einvernehmlich zu überdenken. Die Wiesbadener Verwaltung ist gefragt, den „gordischen Knoten“ korporativ zu durchtrennen.

Was geschieht wenn der renommierte  Kostheimer Carneval-Verein der sich mit viel närrischem Herzblut zur Mainzer Fastnacht bekennt, aus ökonomischen Gründen, die Reißleine ziehen müsste? Es wäre fatal, wenn der KCV, ebenfalls aus kaufmännischen Überlegungen, “Abwanderungsabsichten“ in sein Kalkül mit einbeziehen müsste.

Bekanntlich ist auch in der 5. Jahreszeit -ohne Moos nix los-! Passend das Zitat von Faust und Mephistofeles in Goethes Faust: „Da muss sich manches Rätsel lösen, doch manches Rätsel knüpft sich auch.“

 
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