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NSA in Kastel - It´s time to say goodbye...
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NSA in Kastel - It´s time to say goodbye...

Kommentar von Manfred Simon

Die NSA macht ja seit einiger Zeit Schlagzeilen wegen ihrer Abhörtätigkeit. Auch Frau Merkels Handy sollen sie gefilzt haben. Schnee von gestern könnte man denken. Deutschland ist zwar seit der Zeit der Wiedervereingung ein souveräner Staat, nur Herr im eigenen Haus ist man  nicht...

Hohe Politik, wir ändern es sowieso nicht! Wenn die Sache jedoch vor der eigenen Haustür passiert, merkt man naturgemäß auf.

Der SPIEGEL hat sich dieses Themas erneut angenommen (Nr. 25) und man erfährt, daß die NSA eine Art Filiale betreibt und zwar das offiziell so genannte European Technical Center, kurz ETC.

Dies ist eine der wichtigsten Datensammelstellen Europas und untergebracht in der Ludwig-Wolker-Straße in der offiziell so genannten "Storage Station".

Da wo "Storage Station" draufsteht ist also "NSA" und "ETC" drin! (An der Einfahrt soll angeblich sogar vor dem Gebrauch von Schußwaffen gewarnt werden)

Dieses alles befindet sich auf einem Gelände mitten in Kastel von Mauern und Zäunen abgeschottet und ist so ziemlich 20 Hektar groß. Das Gelände wurde von den Amis nach Kriegsende besetzt und fortan (wie vorher auch schon) militärisch genutzt. Im Laufe der Jahre wurde die Nutzung dann  angeblich "zivil".

Das Areal machte in dieser Zeit nocheinmal Schlagzeilen, es wurde von Bodenbelastungen durch Chemikalien und Öl usw. geredet, was dann aber offenbar der Geheimhaltung zum Opfer fiel...

Jedenfalls ist das Gebiet eine vorhandene Tatsache, genauso wie die Amis die sich darauf tummeln, man weiß es, man kennt es und man ignoriert es...

Wenn der SPIEGEL Bericht nicht gekommen wäre, man hätte sich auch weiterhin nichts daraus gemacht, es ist eben so...

Die Kasteler Bürger würden sich sicherlich auch nicht durch Aktivitäten gewisser Parteien wegen der Ami-Tätigkeiten und deren Geißelung sonderlich aus der Ruhe bringen lassen, kann man doch sowieso garnichts daran ändern...

Eines läßt den zuständigen Nerv allerdings zucken: Eine so brisante Einrichtung wie diese, ist, wenn sie nunmal in allen Zeitungen steht, überall bekannt. ...auch bei den diversesten Terrornetzwerken...

Theoretisch ist Kastel also durchaus ein mögliches terroristisches Ziel, der Brennpunkt mitten in der Stadt! Und daß dies im Ernstfall, je nach den eingesetzten Mitteln, eine Gefahr für die Bevölkerung wäre, wird wohl niemand ernsthaft abstreiten wollen...

Vielleicht würden die Amis (dank NSA) als erste davon erfahren und könnten sich (und uns) vor Attentätern schützen, aber wer will sich schon darauf verlassen ?

Hier setzt nun die Pflicht unserer Politiker ein, etwas für die Bevölkerung zu tun (ich weiß, ich verlange viel) und sofort mit den Amis zu reden, am besten darüber, daß unsere Freunde dieses ganze Areal möglichst umgehend verlassen sollten.

Dieses Gelände liegt wie ein Gürtel um den Stadtkern und wirkt sich als Fremdkörper aus, es muß verschwinden und als ganz normales städtisches Gelände für Wohnraum und Gewerbe zur Verfügung stehen.

Es teilt Kastel in zwei Hälften und muß seither von der einen Seite (Bölckestr.) oder der anderen Seite (Steinernstr.) umgangen bzw. umfahren werden.

Nicht nur wegen NSA/ETC ist für dieses Gelände nun endlich die Zeit gekommen zu sagen: "It´s time to say goodbye..."

(Fotos: AKK-Zeitung)

 
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