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Politik nach Gutsherrenart...
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Politik nach Gutsherrenart...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Jetzt weiß ich auch warum ich immer das Gefühl hatte, zum Politiker nicht zu taugen.

Ich hätte nie die Arroganz besessen, gegen die Mehrheit des Bürgerwillens zu handeln. Andere haben diese „Hemmungen“ offenbar nicht, OK, die sind ja auch Politiker geworden...

Da ist mir die Rolle des „Kommentators“ doch wesentlich lieber.

Sie haben´s also tatsächlich getan! Im Morgengrauen des 04.11.14 heulten ab 5:00 Uhr auf der Maaraue die Kettensägen und machten die Kastanienallee (Lesselallee) platt.

Mit kompletter polizeilicher Absperrung der ganzen "Insel" bei Nacht und Nebel - Wie groß muß eigentlich das schlechte Gewissen der Verantwortlichen sein?

„Das war kein Heldenstück…!“ heißt es im „Wallenstein „. Das Kettensägemassaker auf der Maaraue war auch keins! Eher schon der unbegreifliche Akt von Selbstherrlichkeit und Arroganz einer Behörde und derer, die ihr bevorstehen.

Wieso hat der OB eigentlich nichts getan? Konnte er nicht, wollte er nicht, war´s ihm egal?

(Dabei fällt mir ein, Kostheim gehört ja garnicht zu Wiesbaden es ist ein Mainzer Vorort und kam durch einen Handstreich der Amis nach dem 2. Weltkrieg, widerrechtlich wie ich meine, zu Wiesbaden. Doch dies nur am Rande, aber ich frage mich, ob Mainz mit der Kastanienallee genauso verfahren hätte, wohl kaum...)

Ist das was da ablief eigentlich noch Demokratie oder ist es schon Diktatur? Demokratur vielleicht? Die Politiker behaupten jedenfalls es sei "Demokratie"... (Alles klar?)

Das zuständige Dezernat der Landeshauptstadt nennt sich übrigens: "Dezernat für Ordnung, Bürgerservice und Grünflächen". Das ist vor diesem Hintergrund für mich die größte Lachnummer seit Laurel & Hardy, obwohl mir das Lachen im Halse stecken bleibt...

Die Wiesbadner, welche das Plattmachen der Allee ja konsequent "Erneuerung" nennen, legen in ihrer neuesten Pressseerklärung zu diesem Thema größten Wert auf die Feststellung, daß das Verfahren korrekt abgewickelt werde und vergißt nicht zu erwähnen, daß unter anderem auch der Kostheimer Ortsbeirat zugestimmt habe.

Als ob es darauf noch ankäme! Selbst wenn alles juristisch in Ordnung geht, ist der ganze schäbige Akt doch eine politische Katastrophe reinsten Wassers, denn noch mehr hätten sich die Verantwortlichen beim Wähler/Bürger wohl nicht blamieren und unbeliebt machen können...

Der sogenannten „Demokratie“ haben sie jedenfalls den denkbar schlechtesten Dienst erwiesen! Nicht nur die Bundespolitiker verstehen es, die Politikverdrossenheit der Bürger zu hegen, zu pflegen und ständig auszubauen, auch die kleinen Kommunalpolitiker beherrschen diese Disziplin offenbar sehr gut…

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt! Ob´s der Bürger bis dahin vergessen hat? Die Politiker scheinen darauf zu vertrauen!

 
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