Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Possenhafte Emotionen
E-Mail PDF

Possenhafte Emotionen

Kommentar von  Herbert  Fostel

Ausflippen im Stile eines ungebändigten „Wüterich“ gegenüber Unparteiischen gehört zum leidigen Charisma einer Vielzahl  von amtierenden Chef-Trainern in der Fußball-Bundesliga.

Emotionen gehören zur Fußball-Show. - Bedenklich sind unkontrollierte brodelnde Vulkane, die einen Flächenbrand  in der heilen Fußballwelt auslösen können. Vor allem ,wenn stets am Puls des Spielgeschehens  die „TV-Kameras“ mit satten Einschaltquoten auf jene unbeherrschten „Selbstdarsteller“ in der abgegrenzten Coaching-Zone ausgerichtet sind.

Ein schales Geschmäckle bewirkte  der eloquente und erfolgreiche BVB-Dip. Sportlehrer Jürgen Klopp bei der Champions League Dortmunder Niederlage in Neapel mit seinem Wutausbruch.

Nach  30 Spielminuten wurde Jürgen Klopp auf die Tribüne, wegen seines Ausrasters gegenüber dem unparteiischen verbannt. Auf nationaler Bühne hatte er für vergleichbare Vorkommnisse schon diverse Geldstrafen kassiert…

Zu der Ersten Reihe der sogenannten temperamentvollen „Dampfablasser“ zählen u.a. die Chef-Trainer-Kollegen Thomas Tuchel, FSV Mainz 05, Christian Streich, FC Freiburg und der ständig gestikulierende Pep Guadiola, FC Bayern München, sowie der smarte Bundestrainer Jogi Löw mit seiner Körpersprache.

Dies gehört auch zu der TV–Gala Fußball–Show in allen Perspektiven. Übrigens sind diese Umstände im Fußball nichts Neues. Es weckt noch Erinnerungen an die Zeiten vom Trainer- Guru Otto Rehagel, der zu seinen aktiven Trainer-Zeiten ein gekonnter Entertainer der Pantomime am Spielfeldrand war und sicherlich nicht rein zufällig auch im Blickfeld der TV-Kameras...

Zum medialen Possenspiel der fokussierenden Protagonisten ist zu resümieren: Kein Spieler wird ernsthaft  diese Art der Kommunikation verinnerlichen, geschweige denn bei einem Lärmpegel von  tausenden von Fans in den Stadien registrieren.

Weder verbale Anweisungen noch Fingerdeutungen machen deshalb Sinn. Die Chef-Trainer können nach dem Spiel jederzeit ihre angemessenen Statements  mit Kritik und Lob auch vor den laufenden  TV-Kameras nach Herzenslust kundtun. Deshalb an die Trainer-Zunft während eines Fußballspiels: Weniger ist Mehr!
 
Regionale Werbung
Banner