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Schön ist es in AKK zu sein (1)
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Schön ist es in AKK zu sein (1)

Ein Kommentar von Herbert Fostel (Teil 1)

Aus dem Liedergut von Schlagerstar Roy Black wurde die Schlagzeile vom Kommentator geschönt. Zunächst eine Laudatio für das idyllischer Rhein-Ufer. Der Panorama-Blickfang mit dem gepflegten Kasteler Strand, dem Ennoch mit sattem Grün, Bänken und Tischen, üppigen schattigem Baumwuchs und herrlicher Blumenbepflanzung – Aura mit einem Hauch von Flösser-Flair. 

 

Historische Hinweise vermittelt die stolz postierte Flößer-Figur in Bronze. Dazu einladend das wissenswerte Flößer-Museum in der geschichtsprächtigen Bastion von Schönborn. Chapeau den GHG-Verantwortlichen mit dem Gründeridol der Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel, Fritz Diehl.

Mit dem ideenreichen Gastronom und Sponsor Ralf Kraft konnten die GHK-Schaffer aus einem jahrzehntelang bestehenden Dreckloch seit dem verheerenden 2. Weltkrieg wieder eine erholsame und umweltfreundliche Erholungsoase mit dem auferstandenen Ennoch mit Bravour stemmen. Übrigens, die verdienstvolle GHK hat sich in Kastel und in der Region mit sensationellen kulturell historischen Funden, Forschungen und Darstellungen ausgezeichnet. Die stets aktiven GHK-Macher verfügen über ein einzigartiges historisches Museum „Castellum“ in der Reduit. Auch standesamtliche Trauungen werden dort im besonderen Rahmen vorgenommen.

In den Abendstunden im Lichterschein wird das Kasteler Rheinufer mit der Reduit und der Mainz-Silhouette zu einem wunderbaren Erlebnis der Sinne und Lebensfreude.
Der Kostheimer Heimatverein residiert in der alten Ortsverwaltung im Herzen von Kostheim. Tradition weist auch die St. Kilian-Kirche auf. Zu den Attraktionen zählt am Main-Ufer das Gelände mit einem schmucken Weinbrunnen und ein einladender Weinstand, der von den Winzern abwechselnd betreut wird. Zu einer weiteren Attraktion zählt auch das traditionelle Brunnenfest. Ausrichter ist der Kostheimer Heimatverein.

Die Maaraue, Naturschutzgebiet mit wuchtigen Kastanienbäumen und großen Wiesenflächen, die zu Picknick oder auch zum Verweilen auf Ruhebänken bzw. in angrenzenden Gaststätten anlockt. Ein stattlicher Campingplatz steht auch im Angebot.

Hätten Sie gewusst, dass der Wiesbadener Ehrenbürger, erfolgreicher Unternehmer und verdienstvoller Amöneburger Mäzen, Dr. Klaus Dyckerhoff, ein gebürtiger Kasteler Bub ist?. Erst nach Kriegsende wurde aus dem zugehörigen Ortsteil von Kastel ein weiterer AKK-Vorort namens Amöneburg festgelegt. – Die Zeit vergeht im Sauseschritt…!

Drei Ausrufezeichen gebühren den jährlichen beeindruckenden Kulturtagen AKK. Auf vielen kulturellen Ebenen sorgt die Initiativengruppe mit dem Kulturamt Wiesbaden für ein vielseitiges anspruchsvolles Programm. Eine Premiere ist diesmal die Ausrichtung „Kulturtage im Theaterzelt“ an der Reduit. Ein Garant für eine nachhaltige Atmosphäre für die interessierten Besucher aus Nah und Fern. Ein effektvolles Szenario wird zusätzlich mit „Kunstschaffenden“ und Gewerbeverein AKK mit der Kulturtage-Aktion „Kunst schau fenster“ präsentiert.

Das „KUJAKK-Zentrum“ ist das pulsierende Herz für Kinder- und Jugendinitiativen. Auf gesellschaftlicher Ebene brillieren die renommierten Karnevalvereine und Garden: KCK, KCV, Casino Frohsinn, Kasteler Jocus-Garde, Kostheimer Rote Husaren, Ratschenbande. Der vierfarbbunte „AKK-Fastnachtsumzug“ durch Kastel und Kostheim – gigantisch – prächtig – phantasievoll – mit Narhallamarsch zum Narrensturm auf die Ortsverwaltung -. Eine exzellente Initialzündung durch KCV-Präsident Toni Oestereich, die heute zu einem festen Bestandteil in der 5. Jahreszeit von AKK mit dreifach närrischen „Helauluja“ zementiert ist.

Auf dem sportlichen Terrain sind die Sportvereine zu benennen, die sich mit viel ehrenamtlichem Herzblut ebenfalls Verdienste um die Gemeinschaft in der hiesigen Region erwerben.
KFV 06, ranghöchster Fußball-Amateur-Verein in der Region. Vorzeige-Stadion mit Naturrasen und moderndem Kunstrasen. Das jährliche Migrationsfest der Fußball-Jugend-Abteilung unter der Schirmherrschaft vom Wiesbadener OB Dr. Herbert Müller, hinterlässt nachhaltige Spuren gegen Gewalt und Rassismus.

Auch eine Fußballschule mit Patenschaften fand angemessene Resonanz. TSG Kastel 1846 mit ihrer größten Fußball-Jugend-Abteilung in AKK sowie ihr jährliches gigantisches Pfingst-Fußball-Jugend-Turnier auf der gepflegten städtischen Kasteler Bezirks-Sportanlage, ist vorbildlich.

Die 100jährig jubilierende SV Kostheim 1912 mit ihrem ausgewogenen Jubiläumsprogramm sowie der SVA Amöneburg mit seiner „Sportwoche“. Diesjähriger Ausrichter des einzigartigen Kinder-Spiel- und Sportfest in AKK ist ebenfalls der SVA Amöneburg – eine super Idee von KiSS-Gründerin Jutta Deusser-Bettin.

KFV 06, SV Kostheim 12, TuS Kostheim 05, SVA Amöneburg haben sich zum Jugend-Fußball-Förderverein AKK ab den D-Jugend-Mannschaften solidarisch zusammengeschlossen.
Zum nimmermüden Sportleben in AKK gehören mit viel Aktivitäten die Kasteler Ruderer – KRKG und die Kanuten, die Amöneburger Paddeler Gilde, TG Kastel, TV Kostheim, TV Amöneburg.

Der familienfreundliche Kasteler Tierpark, seit Jahrzehnten ein Magnet für Groß und Klein, im Biotop Petersberg mit seinen 100 Tieren zum Anschauen und Anfassen. Unverkennbar zeigen sich auch die üppigen Weinberge mit ihren geschmackvollen und gehaltvollen Weintrauben in der Kostheimer Gemarkung. Zuständig sind die erfolgreichen Erzeuger in Kastel und Kostheim mit ihrem Anbau von Spargel, Gemüse, Salaten, Kartoffeln und Obst.

Ein Magnet für Gäste aus der Region und Außerhalb sind die gemütlichen Weingüter, Straußwirtschaften und Lokale mit ihren appetitlichen Speisen und gepflegten Getränkeangeboten. Auch Spezialitätenrestaurants bieten lukullisches vom Feinsten an.

In der Vorweihnachtszeit bieten die engagierten Reduit-Vereine mit ihrem „Adventsdorf“ ein wunderbares Weihnachtsmärchen mit dem herrlich besinnlichen Weihnachtschor „Palettis“ aus Kastel - unter der famosen Leitung von Ellen Bittner - an .

Die vielseitigen Kasteler Musikanten mit ihrem umsichtigen 1. Vorsitzenden Jürgen Wiesmann – ein Genie per excellence, auch als Vollblut-Fassenachtler, den man sogar bei der Kasteler „Wertschafts-Fassenacht“ als Büttenredner erleben kann. Das Oktoberfest im Kasteler Bürgerhaus ist nach wie vor ein Renner der Kasteler Musikanten.

Zu den beliebten Kostheimer Gesangs-Chören zählten in der AKK-Vorzeige-Riege das Kasteler Arkodeon-Orchester unter der bewährten Leitung von Willi Winter, die Live-Band „Red Roses“ und das Kostheimer Harmonie-Orchester mit ihrem Dirigenten Ralf Worf.

Die demokratisch agierenden Parteien in der Kommunalpolitik zeigen ebenfalls unisono Flagge für AKK mit ihren gewählten Repräsentanten: Maike Soultana – Ortsvorsteherin Amöneburg, Christa Gabriel – Ortsvorsteherin Kastel, Stefan Lauer – Ortsvorsteher Kostheim.

Aus dem viel diskutierten Bus-Terminal am Hochkreisel ist aus einem populistischen Aufwärmer eine nüchterne Alltagsrealität geworden. Mit ein wenig Wehmut sind auch die Erinnerungen verbunden aus unvergessenen Epochen in der hiesigen Region verbunden. Die Kasteler „Großmutterschnorrer“ waren ein fester und ureigener Bestandteil der Fassenacht im alten Kastel bis in die 90er Jahre, unter Regie der Kasteler Jocus-Garde. Überall wo die zahlreichen urkomisch maskierten „Schnorrerweiber“ in den Kasteler Lokalen auftauchten, gab es über die „Sünden“ des Nachbarn viel zu lachen.

Die urige „Kasteler Kerb“ mit einem großen Festzelt mit viel Schmackes und beliebten Frühschoppen. Ebenfalls zuständig die Kasteler Jocus-Garde. Das legendäre „Kasteler Rasselfest“ mit Invasionen von Besuchern rechts und links des Rheins. Das heutige abgespeckte Mini-Rassenfest ist zu titulieren mit: „Sag mir wo die Kasteler Vereine sind…?“

Zwergfellerschütternd das tolle Spektakel „Kasteler Wirte-Rennen“ mit seinen unvergessenen Originalen. Die „Rue“ Mainzer Straße musste von der Polizei wegen Überfüllung jubilierender Zuschauermassen aus AKK gesperrt werden (ja das waren noch Zeiten…!)

Die stimmungsvollen Jahrgangsfeiern in Kostheim waren Tradition, ebenso die gemeinsame Prozession der Jubilare durch die „Gassen von Kostem“. Flankierend dazu die Häuser-Beflaggung mit „Schluckspecht-Tränken“, als fröhliche Pausenfüller zu „Anner geht noch…“.

Es gibt mit Sicherheit noch Vieles mit leuchtenden Tupfern darzustellen über ein AKK in all seinen Sonnen- und auch Schattenseiten. Aber eins bleibt bestehen – ohne Wenn und Aber – „Schön ist es in AKK zu sein!“

(Fortsetzung am 28.09.2011) 

(Die Meinung des Verfassers stellt nicht unbedingt auch die Meinung der Redaktion dar, der Verfasser schreibt in eigener Verantwortung.)

 
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