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Thema Lesselallee: ...und im Kindergarten wird weitergespielt...
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Thema Lesselallee: ...und im Kindergarten wird weitergespielt...

Ein Kommentar von Manfred Simon

Ein Gutes hat die Sache, der Bürger beginnt sich zu interessieren, zu sensibilisieren und auch sich zu wehren. Zu wehren - gegen wen oder was?

z.B. gegen das gebetsmühlenartige Wiederholen längst bekannter Standpunkte und Meinungen, die nun einmal so sind wie sie sind, ohne daß was genaues dabei rauskommt.

Der Ortsbeirat Kostheim vertritt in seiner Mehrheit eine beim Wähler/Bürger höchst umstrittene Meinung, erklärt jedoch gleichzeitig (mehrmals) mit dem auf Wiesbaden zeigenden Finger, daß die es ja sind, die entscheiden...

Soll da schon, falls es bei den nächsten Wahlen nicht so gut läuft, die Ausrede vorbereitet werden: Das waren doch garnicht wir, das waren doch die da...?

Ein Bürger nennt den Absperrzaun "eine Zumutung und Frechheit" worauf der Ortsvorsteher prompt nach WI zeigt, das sind ja die da in Wiesbaden... Oh nein, das ist wirklich wie im Kindergartern!

Auf den Vorschlag, die Bürger in die Diskussion einzubeziehen, kommt dann auch prompt die Belehrung daß laut Geschäftsordnung der Bürger kein Rederecht hat! Wunderbar ausgetüftelt in unserer "Demokratie" der Bürger solls Maul halten, es genügt wenn er alle 4 Jahre sagen darf vom er in den jeweils kommenden 4 Jahren ver...... werden möchte.

Doch halt, reden darf er, wenn er Angehöriger einer betroffenen Personengruppe ist, das trifft aber auf Kostheimer nicht zu! He, wie bitte??? Wenn nicht die Kostheimer, wer denn dann bitte? (Ich muß wohl sehr dumm sein, daß ich dies nicht verstehe...)

Der Vertreter der FWG meinte sogar, die Unterzeichner der Protestnoten hätten damit den Verlust der Allee unterzeichnet und spielt damit auf die groteske "Tatsache" an, daß später für die Allee kein Geld mehr da sei...(?)

Ich wage mal eine Zukunftsprognose: Falls die Lesselalle in 25 Jahren erneuert werden muß, wird im Stadtsäckel Geld dafür vorhanden sein und damit ist diese Behauptung für mich lediglich die Meinung eines Stadtrates, der genau das weiß, was ich auch weiß, nämlich NICHTS!  (In die Zukunft können wir nämlich beide nicht sehen)

Es kann natürlich sein, daß in 25 Jahren tatsächlich kein  Geld mehr da ist, für nichts, für garnichts... Das ist aber ein völlig anderes Thema...

Aber mal noch kurz zur Sache, um die es ja eigentlich gehen sollte: Im Unwetter vor wenigen Tagen ist im Kasteler Rheinarm eine Yacht gesunken, kein Ruderboot, eine ausgewachsene Motoryacht. Die Bäume in der Kastanienallee auf der Maaraue (das sind nur ein paar Meter Luftlinie entfernt) haben nur ein paar kleine Äste verloren.

Ich stelle also fest: In diesem Sturmwetter war der sicherste Platz wohl in der Kastanienallee und Experten wissen auch nicht alles...! Wie, sie meinen das sei jetzt aber polemisch? Stimmt, Sie haben recht...

Das bringt mich auf die Argumentation bezüglich der Sicherheit, die ständige Wiederholung des ewig gleichen, nicht unbedingt zutreffenden "Ausredenschlagers":

Die FDP argumentiert zunächst, daß eine Allee ein Eingriff in die Natur sei und keine natürliche Sache. Stimmt, sage ich, aber das geht hier am Thema völlig vorbei und wir wollen doch wohl keine juristische Haarspalterei oder gar eine philosophische Abhandlung vom Zaun brechen, oder?

Die FDP argumentiert in der Hauptsache also mit der Sicherheit des Bürgers vor Bruchholz usw. so weit so gut. Man meint, wenn was passiere, müsse jemand von der Verwaltung in den Knast und der Ortsbeirat trage dafür die Verantwortung!

Also, wir haben doch mittlerweile gelernt, daß der Ortsbeirat garnichts zu sagen hat, alles wird in WI gemacht, also kann der Ortsbeirat auch dafür keine Verantwortung tragen. (Oder habe ich da schon wieder was falch verstanden?) Außerdem habe ich noch nie gehört, daß ein Politiker oder Verwaltungsangestellter o.ä. wegen sowas jemals in den Knast gekommen wäre...

(Diese Argumentation empfinde ich eher als eine Ausrede, liebe Frau Kracht, das können Sie doch viiiiel besser!)

Wenn im Winter eine Straße oder Weg nicht gestreut wird, werden Hinweisschilder aufgestellt, daß dies so ist und jeder in Eigenverantwortung dort herumläuft, basta! ...und das soll im Fall Lessselallee nicht genauso möglich sein, aber hallo! Oder habe ich auch dies wieder einmal völlig falsch verstanden?

Der französische Schriftsteller Francis Dicubia (1879 - 1953) sagt: "Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann."

In diesem Sinne: Im Kindergarten kann weitergespielt werden...!

 
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