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Fassenacht
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...ja, immer noch: Rechts des Rheins ist auch noch Mainz

Die Akademie des Bistums Mainz veranstaltete einen unterhaltsamen und wissenswerten Gesprächsabend zur fünften Jahreszeit im Erbacher Hof.

Studienleiterin Dr. Felicitas Janson konnte dabei bekannte Fastnachtspersönlichkeiten präsentieren. Die Moderatorin wies hin, daß die Stadt Mainz über Jahrhunderte verbunden mit der Brückenkopfgemeinde Kastel ist.

Die Trennung erfolgte nach 1945 bei der Errichtung der Bundesländer. Auf beiden (Rhein) Seiten wurde die Fastnacht gepflegt und nicht nur in AKK (Amöneburg, Kastel, Kostheim) wurden viele erfolgreiche Fastnachter hervorgebracht.

Eine der Hauptvertreter dieser Gattung war der legendäre Rolf Braun, Gründer des KCK, der als Ausnahmeerscheinung seiner Zeit die Meenzer Fassenacht vor Ort und bundesweit im Fernsehen prägte.

Zunächst referierte der Chef des Protokoll, Bardo Frosch, vom KCK in geschliffenen Versen und in freie Rede.
„Zu Mainz gehört auf alle Fäll auch Fassenacht aus Mainz-Kastel. Seit nunmehr 75 Jahr verkörpert durch den KCK der Fastnacht schub von rechts des Rheins. Denn rechts des Rheins ist auch noch Mainz. Wie einst Rolf Braun schon proklamierte.
Mir sind Meenzer, dann erst Hesse.“

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„Mainz verliert ein echtes Mainzer Original“

Im Alter von 92 Jahren ist der bekannte Mainzer Fastnachter Josef (Joe) Ludwig am 8. Februar 2022 gestorben. Joe Ludwig war lange Jahre Pressesprecher der Polizei, Sachverwalter der Mainzer Fastnacht, Autor bei der Allgemeinen Zeitung und Ur-Gonsenheimer.

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Joe Ludwig war ein echtes Mainzer Original und ein unverzichtbares Gesicht für unsere Mainzer Fassnacht. Sein Lebenswerk verdient Respekt und Anerkennung. Die Stadt Mainz trauert um Joe Ludwig. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.“

Für seine Verdienste als engagierter Fastnachter wurde er von der Landeshauptstadt Mainz mit der Rheingold-Plakette in Silber und der Gutenberg-Büste geehrt wurde. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes.

 
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Gelacht wie die alten Römer - Ein historischer Rückblick

Mainz und die Römer – eine Verbindung, die schon viele Seiten von Zeitungen und Büchern füllte. Dazu gehört die Geschichte des alten Castellum.

Kastel ist die einzigste Gemeinde in ganz Hessen, die vom Ursprung ihrer Gründung her (Castell) noch heute ihren römischen Namen besitzt.

Das einstige Castellum Mattiacorum wurde um 14 bis 12 v. Chr. Zum Schutz des in Mainz bereits bestehenden römischen Lagers (Castrum Moguntiacum) von den Römern unter ihrem Feldherrn Drusus, der auch die erste Brücke über den Rhein gelegt haben soll, gegen die Chatten erbaut.

Da erschien es nur allzu verständlich, wenn auch die KCK-Narren in ihrer Kampagne 1990 auf Gemeinsamkeiten anspielten.

Denn die so oft beschriebenen Römer und eingeschworenen Fassenachter heutiger Prägung ähneln sich tatsächlich in vielen kleinen und großen Dingen des Lebens.

Und ein Hauch davon steckte auch in dem Motto des KCK: „Wo einst die Römer schon gelacht, feiern wir heut` Fassenacht!“

(Herbert Fostel) - Foto: Klaus Beuermann

 
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Stürmische KCK-Fahnenhissung in der Mainzer Neustadt

Wetterfest, mit launigen Worten, begrüßte KCK-Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans seine KCK-Abordnung mit Schirm und Kappen, Repräsentanten der Mainzer Ranzengarde mit der Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz und Schwarze Husaren zum Defilee der KCK-Fahnenhissung.

Sein herzlicher Dank galt auch dem Großen Rat Mitglied Prof. Dr. Christian Vahl und seiner Frau, als umsichtige Organisatoren. Zum obligatorischen „Hiss die Fahn“ durch den KCK-Präsidenten und der Gastgeberin Susanne Vahl, im putzigen Froschkostüm,  an ihrem Domizil, konnte KCK Sitzungspräsident Bardo Frosch in zutreffender Versform einstimmen:

„Zur Fahnenhissung hier in Mainz kommen wir gern von rechts des Rheins – ob´s es stürmt, ob´s regnet oder schneit, für uns, da ist kein Weg zu weit zur Außenstelle des KCK. Besonders heut im Jubeljahr, 75 Jahr für Mainz. - Fastnacht pur rechts des Rheins.

Für angemessene musikalisch-närrische Weisen sorgte famos das „Trio Aeternum“ – Christian Vahl als Liederdichter mit Gitarre, sowie Catrin Dohl und Thomas Brück – dazu begeisterten ihre Stimmungslieder „Römerparade“ bis “Wieder Fastnacht“.

Das einfühlsame Lied vom unvergessenen Ernst Neger „Mit dem Herzen mußt du immer dabei sein“ konnte der Herzchirurg der Uni-Klinik Prof. Dr., Christian Vahl, auch in sparsamen närrischen Zeiten, eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Anschließend wurde auf der überdachten Terrasse vom Bistro 23 zu „Weck-Worscht-Woi“ von den Gastgebern geladen.

(Herbert Fostel) - Foto: Marita Klemt

 
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Kasteler Fassenacht im Wandel der Zeiten

Zum Lachen nie den Mut verloren
Die Ursprünge des vierfarbbunten Spiels, der Fasse, in der Brückenkopfgemeinde Kastel gehen auf den Anfang des 17. Jahrhunderts zurück. Es ist überliefert, daß am rechten Rheinufer in Kastel mit dem Mummenschanz und den Auftritten der Schwertdanzers mit Rasselern begonnen wurde.

Man zog vermummt zum wohl ältesten ehemaligen Gasthaus „Zur Traube“ (heute nur noch Parkplatz an der Kasteler Brückenauffahrt nahe Mainzer Straße/Ecke Kronenstraße). Es herrschte ausgelassene Fröhlichkeit.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es die erhöhten Gebühren „der Großherzoglichen Ortsgerichte“, die gegeißelt wurden. Zehn Albus oder Weissfennige gab es jeweils für die Gruppen aus der „Gemeintkasse“, zum vertrinken, wie es hieß.

Auch eigenwillige, meist handgeschnitzte Köpfe, die damals schon Persönlichkeiten darstellten, wurden auf Stöcke gesetzt, mit kleinen Schellen behangen und beim Auftritt mitgeführt.

Man darf diese Gruppen als Vorläufer der sich bis in die Gegenwart in Kastel erhaltene Schnorrergruppen bezeichnen, die an Fastnachtdienstag ihren „großen Auftritt“ haben.

In den 30er Jahren wurde von „Großmutter Schnorrer“ und sonstigen maskierten immerhin 36 Gasthäuser, vom Anker bis zum Wagner, heimgesucht. Bereits 1950 wurde dieser alte Brauch wiederbelebt.

Nachdem die Kirche mit ihren besonderen Machteinfluss, aber auch des kurfürstlichen Hofes, der Fastnacht einen geordneten Rahmen gaben unter dem Oberbegriff „Allen wohl und niemand weh“ war es die bürgerliche Gesellschaft, die fortan das närrische Geschehen immer mehr reglementierte.

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Der Fastnachtsorden - Objekt der närrischen Begierde

Es wundert nicht, daß eine Zeit die alles, auch sich selbst in Frage stellt, nach dem Wert oder Unwert eines Karnevalsordens fragt.

Die Frage ist berechtigt. Nur ihr Sinn erscheint fragwürdig, wenn sie auf den materiellen Wert zielt. In der Fastnacht, wie die Brauchtumshüter sie verstehen, sind auch Orden eine Persiflage, wie das Komitee, die Kappen, Schärpen, Zepter und viele anderen Symbole närrischen Brauchs.

Seine Vielfalt spiegelt sich als Kampagneorden der Korporationen wider. Manigfach sind auch die Möglichkeiten ihn zu tragen, so z. B. als Steckorden, am Bande oder einfach nur zum Umhängen.

Unzählige Motive wurden im Laufe der Zeit verwendet, um sie zu echten Schmuckstücken werden zu lassen. Wahre Kunstwerke sind schon entstanden, die sich heute noch großer Bewunderung erfreuen.

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