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Fassenacht
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100. Geburtstag des unvergessenen Karnevalisten Rudi Zörns

100 Jahre wäre der Vollblut-Fastnachter Rudi Zörns – geboren am 6. Februar 1922 in Mainz- verstorben am 26. Januar 2009, geworden.

Rudi Zörns bot in seinen Bütten-Vorträgen Kokolores in Reinkultur, die Lachsalven auslösten. seine Vorträge waren stets von feinsinnigem Humor geprägt.

Derbheit und Grobkörnigkeit waren ihm fremd, er schrie seine Pointen nicht laut heraus, eher leise und vielleicht etwas schnodderig, als allzu akzentniert. Das war es, was die Zuhörer faszinierte.

Grandios wie er seine schrulligen Einfälle aus sich heraussprudeln ließ, als wären sie das Selbstverständlichste der Welt.

Der KCK-Mentor Rolf Braun war von dieser Vortragskunst begeistert und konnte 1957 Rudi Zörns für den Club gewinnen, für den er zehn Mal in den Fastnachtssitzungen auftrat. Bei den ausverkauften KCK-Sitzungen im Kasteler Bürgerhaus wurde der famose Büttenredner stets vom Publikum euphorisch umjubelt.

Jeweils zu Beginn durfte, seine obligatorische Begrüßung nicht fehlen: „Alleweil sein ich do!“ Rudi Zörns blieb stets schlicht und bescheiden. Zuwendungen für Auftritte waren für ihn ein Fremdwort.

Auch bei den Mombacher „Bohnebeitel“ zählte er lange Jahre zu den Aktiven. Spaß an der Freud auf „määnzerisch“, machte den unvergessenen Rudi Zörns zu einem der beliebtesten Fastnachtsredner rechts und links des Rheins.

(Herbert Fostel) - Foto: KCK-Archiv

 
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Das gab`s nur einmal – das kommt nie wieder ……

Rolf Braun und Joe Ludwig zündeten vierfarbbunte Glanzlichter

Am 8. Februar verstarb der begnadete Mainzer Fastnachter Joe Ludwig. Als Chef der Gonsbachlerchen und fabelhafter Bütten-Redner war er beheimatet beim Gonsenheimer Carneval-Verein.

Freundschaftlich – seit 1947 – war Joe Ludwig mit dem KCK-Idol Rolf Braun verbunden. Dies wurde auch närrisch fortgesetzt auf der KCK-Bühne, in der Turnhalle am Ludwigsplatz und im Bürgerhaus in Kastel.

Phänomenal waren auch dabei die legendären Zwiegespräche, die humorvoll mit viel Määnzer Charme und nie primitiv, vorgetragen wurden.

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...ja, immer noch: Rechts des Rheins ist auch noch Mainz

Die Akademie des Bistums Mainz veranstaltete einen unterhaltsamen und wissenswerten Gesprächsabend zur fünften Jahreszeit im Erbacher Hof.

Studienleiterin Dr. Felicitas Janson konnte dabei bekannte Fastnachtspersönlichkeiten präsentieren. Die Moderatorin wies hin, daß die Stadt Mainz über Jahrhunderte verbunden mit der Brückenkopfgemeinde Kastel ist.

Die Trennung erfolgte nach 1945 bei der Errichtung der Bundesländer. Auf beiden (Rhein) Seiten wurde die Fastnacht gepflegt und nicht nur in AKK (Amöneburg, Kastel, Kostheim) wurden viele erfolgreiche Fastnachter hervorgebracht.

Eine der Hauptvertreter dieser Gattung war der legendäre Rolf Braun, Gründer des KCK, der als Ausnahmeerscheinung seiner Zeit die Meenzer Fassenacht vor Ort und bundesweit im Fernsehen prägte.

Zunächst referierte der Chef des Protokoll, Bardo Frosch, vom KCK in geschliffenen Versen und in freie Rede.
„Zu Mainz gehört auf alle Fäll auch Fassenacht aus Mainz-Kastel. Seit nunmehr 75 Jahr verkörpert durch den KCK der Fastnacht schub von rechts des Rheins. Denn rechts des Rheins ist auch noch Mainz. Wie einst Rolf Braun schon proklamierte.
Mir sind Meenzer, dann erst Hesse.“

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„Mainz verliert ein echtes Mainzer Original“

Im Alter von 92 Jahren ist der bekannte Mainzer Fastnachter Josef (Joe) Ludwig am 8. Februar 2022 gestorben. Joe Ludwig war lange Jahre Pressesprecher der Polizei, Sachverwalter der Mainzer Fastnacht, Autor bei der Allgemeinen Zeitung und Ur-Gonsenheimer.

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Joe Ludwig war ein echtes Mainzer Original und ein unverzichtbares Gesicht für unsere Mainzer Fassnacht. Sein Lebenswerk verdient Respekt und Anerkennung. Die Stadt Mainz trauert um Joe Ludwig. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.“

Für seine Verdienste als engagierter Fastnachter wurde er von der Landeshauptstadt Mainz mit der Rheingold-Plakette in Silber und der Gutenberg-Büste geehrt wurde. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes.

 
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Gelacht wie die alten Römer - Ein historischer Rückblick

Mainz und die Römer – eine Verbindung, die schon viele Seiten von Zeitungen und Büchern füllte. Dazu gehört die Geschichte des alten Castellum.

Kastel ist die einzigste Gemeinde in ganz Hessen, die vom Ursprung ihrer Gründung her (Castell) noch heute ihren römischen Namen besitzt.

Das einstige Castellum Mattiacorum wurde um 14 bis 12 v. Chr. Zum Schutz des in Mainz bereits bestehenden römischen Lagers (Castrum Moguntiacum) von den Römern unter ihrem Feldherrn Drusus, der auch die erste Brücke über den Rhein gelegt haben soll, gegen die Chatten erbaut.

Da erschien es nur allzu verständlich, wenn auch die KCK-Narren in ihrer Kampagne 1990 auf Gemeinsamkeiten anspielten.

Denn die so oft beschriebenen Römer und eingeschworenen Fassenachter heutiger Prägung ähneln sich tatsächlich in vielen kleinen und großen Dingen des Lebens.

Und ein Hauch davon steckte auch in dem Motto des KCK: „Wo einst die Römer schon gelacht, feiern wir heut` Fassenacht!“

(Herbert Fostel) - Foto: Klaus Beuermann

 
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Stürmische KCK-Fahnenhissung in der Mainzer Neustadt

Wetterfest, mit launigen Worten, begrüßte KCK-Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans seine KCK-Abordnung mit Schirm und Kappen, Repräsentanten der Mainzer Ranzengarde mit der Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz und Schwarze Husaren zum Defilee der KCK-Fahnenhissung.

Sein herzlicher Dank galt auch dem Großen Rat Mitglied Prof. Dr. Christian Vahl und seiner Frau, als umsichtige Organisatoren. Zum obligatorischen „Hiss die Fahn“ durch den KCK-Präsidenten und der Gastgeberin Susanne Vahl, im putzigen Froschkostüm,  an ihrem Domizil, konnte KCK Sitzungspräsident Bardo Frosch in zutreffender Versform einstimmen:

„Zur Fahnenhissung hier in Mainz kommen wir gern von rechts des Rheins – ob´s es stürmt, ob´s regnet oder schneit, für uns, da ist kein Weg zu weit zur Außenstelle des KCK. Besonders heut im Jubeljahr, 75 Jahr für Mainz. - Fastnacht pur rechts des Rheins.

Für angemessene musikalisch-närrische Weisen sorgte famos das „Trio Aeternum“ – Christian Vahl als Liederdichter mit Gitarre, sowie Catrin Dohl und Thomas Brück – dazu begeisterten ihre Stimmungslieder „Römerparade“ bis “Wieder Fastnacht“.

Das einfühlsame Lied vom unvergessenen Ernst Neger „Mit dem Herzen mußt du immer dabei sein“ konnte der Herzchirurg der Uni-Klinik Prof. Dr., Christian Vahl, auch in sparsamen närrischen Zeiten, eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Anschließend wurde auf der überdachten Terrasse vom Bistro 23 zu „Weck-Worscht-Woi“ von den Gastgebern geladen.

(Herbert Fostel) - Foto: Marita Klemt

 


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