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Fassenacht
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AUF-Sensationsreporter Hartmut Bohrer berichtet vom "Veiter Platz" in Kastel/Kostheim

In diesem Jahr gab es an Fastnachtssamstag eine kleine Sensation: Erstmalig gelang es Politik und Verwaltung, die AKK-Ortsverwaltung gegen die närrischen Korporationen  und ihre zahlreichen Anhänger zu verteidigen.

Angesichts von Corona hatte die Ortsverwaltungsstellenleiterin Petra Seib zum Sturm auf die Ortsverwaltung in Form einer Videokonferenz eingeladen. Wie immer waren die Korporationen zahlreich erschienen, ausnahmsweise unmaskiert, damit sie in der Konferenz farbenprächtig und lautstark zur Geltung kommen.

Petra Seib hatte heimlich schon seit dem 11.11. tagelang mit dem städtischen IT-Dienstleister WIVERTIS die "Videoschalte" vorbereitet, damit es nicht die üblichen Pannen gibt. Und so klappte am Samstag alles wie gewünscht. Auf Anweisung ihres Dienstvorgesetzten OB Mende konnte Frau Seib nach Belieben Jocusgarde, KCV, KMV, die Rasselbande und den ganzen närrischen Pöbel stumm schalten.

Diese ließen sich das allerdings nicht lange bieten, drückten den Button "Meeting verlassen" und zogen fröhlich - wie immer maskiert - durch die Straßen von AKK mit dem üblichen Helau und dem aktuellen A-H-A. Der übliche Sicherheitsabstand zur vorausgehenden Zugnummer wurde dieses Mal aus Hygienegründen verdoppelt, sodaß der Umzug statt der üblichen vier acht Stunden dauerte. Während die letzten in der Steinern Straße starteten, waren die ersten bereits auf der Maaraue und reinigten ihre Wagen für die kommenden Umzüge.

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Wiedergeburt der Kasteler und Kostheimer Fassenacht

Als gegen März 1945 die Amerikaner das rechte Rheinufer besetzten, hatten sie den Rhein zur Grenze des linken und rechten Rheinufers bestimmt und bewirkten dadurch die Teilung von Mainz.

Die Mainzer Kernstadt lag in der französischen Zone, die rechte Rheinseite, Amöneburg, Kastel und Kostheim in der amerikanischen Zone und wurde Wiesbaden zur Verwaltung übergeben.

Bereits in den Kriegsjahren waren die Vereinstätigkeiten stark, teilweise sogar ganz eingestellt. Das Naziregime hatte dem KMV in Kastel jede karnevalistische Tätigkeit untersagt.  Als im September 1944 die Bomben auf Kastel niedergingen, wurde der Gardefundus der Jocus- Garde und der Veranstaltungssaal des KMV Raub der Flammen.
Durch die harten Entbehrungen des Krieges verspürte die Bevölkerung sowieso keine Lust zum Feiern. Nachdem die Amerikaner auf der rechten Rheinseite einmarschiert waren, war zwar der Krieg zu Ende, aber die Entbehrungen waren riesengroß.

Viele Kasteler Väter waren im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft. Alte, Mütter und Kinder hatten ein schweres Los.  Nahrung für den täglichen Bedarf war nur sehr spärlich vorhanden, oder sogar überhaupt nicht. Wohnraum war knapp. Provisorisch wurden Wohnungen erstellt. Man brauchte ja ein Dach über dem Kopf.

Auf den Straßen lag der Trümmerschutt. Die Helden dieser Zeit waren die Frauen. Sie besorgten Lebensmittel, räumten Schutt von den Straßen, klopften an Backsteinen den Mörtel ab, damit diese wiederverwendet werden konnten. Da blieb keine Zeit für Feierlichkeiten.

Von der Militärregierung war jede Vereinstätigkeit ausdrücklich verboten. Erst im Dezember 1945 wurde das Vereinsrecht wiederhergestellt, verbunden aber mit einer Fülle von Auflagen. Aber zum Gemeindeleben gehört auch das bodenständige Brauchtumsrecht der „Meenzer Fassenacht“. Daraus schöpfte der Mensch immer wieder neuen Mut und Kraft, was in dieser Zeit sehr notwendig war.

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...ein Hauch von Fassenacht

Ortsverwaltung + KJG hißen Flagge zum 11.11.

Pünktlich zum 11.11.2020, um 11.11 Uhr wurden solidarisch in AKK mit einem Hauch von „Heile, heile Gäsje…..“ die närrischen Flaggen gehießt.

Die obligatorische Proklamation fand diesmal nicht statt. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit, wurde dieses Prozedere in Corona-Zeiten vorgenommen.

Mit einer Abordnung der Kasteler Jocus-Garde, in zivil, unter Trommelwirbel wurde die Fahne der KJG in der historischen Reduit hochgezogen.

Zur gleichen Zeit wurde auf initiative der Ortsverwaltung Kastel/Kostheim, durch die Leiterin Petra Seib mit Belegschaft durch den Hausmeister Mathias Kaufmann, unter den Klängen des Narrhalla-Marsches vom Handy die vierfarbbunten Fahnen der Kooperationen aus AKK auf dem St. Veit Platz hochgezogen. Dies waren KCK, KCV, KJG, KMV, KRB, CMS und SVA.

(Herbert Fostel)

 
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Rechts des Rheins ist auch noch Mainz...

Am Fastnacht-Dienstag zählte auch der Kostheimer Carneval-Verein (KCV) zu den geladenen Korporationen beim traditionellen närrischen Empfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer von Rheinland- Pfalz in der Mainzer Staatskanzlei.

Die KCV- Beauftragten überreichten ein Blumenbukett und den obligatorischen Kampagne-Orden. Dazu erfolgte bereits eine Einladung für die einzigartige „Närrische Weinprobe“ vom KCV im Kloster Eberbach im Rheingau, am 28.01.2021!

(Herbert Fostel)

 
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Die Fastnachtsbeichte – Auf den Spuren von Carl Zuckmayers Lokalnovelle

Führung von Geographie für Alle am Samstag, 29.02.2020 - Treffpunkt: 14.00 Uhr, Schillerplatz, am Fastnachtsbrunnen. Dauer 1,5 Std.


Die Fastnachtsbeichte gehört bis heute zu den bekanntesten deutschen Novellen und handelt von einem Mord in Mainz zur Fastnachtszeit 1913.


Unter der Leitung des Ur-Mainzers Franz Winkler wird der Weg durch die Altstadt zu einer Zeitreise zu den Originalschauplätzen und zeitgenössischen Hintergründen der Novelle.


Weitere Informationen: www.geographie-fuer-alle.de.

 
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„Meenzguckerball“- Einzigartig in der AKK-Region

Initiator KCV-Großes Ratsmitglied Fritz Jost, aus der Schweiz, konnte auch zum 3. Mal in den neuen Veranstaltungsräumen der „Rhein- Main- Terrasse“ auf der Maaraue am 22.02., nach dem AKK-Fastnachtsumzug, die zahlreiche erwartungsvolle Narrenschar restlos begeistern.

Ein stimmungsvolles Ambiente in allen fassenachtlichen Facetten konnte dazu berauschen. Das nicht zu toppende Gesangsduo „Hüttenzauber“ mit den famosen Monika und Daniel aus der Schweiz, konnte bekannte Fastnachtslieder hochtourig -live- präsentieren.

Dazu hatten die Künstler eigene Komposition mit „Hommage“ an die Meenzer Fassenacht in ihren perlenden Repertoire viel mit dem Zauberwort “Helau“ bestückt. Rucki Zucki, Im Schatten des Dom, sowie atemberaubende Jodler-Darbietungen konnten mitreisen.

Ein absoluter Knüller waren die Guggenmusiker aus Gonsenheim: „Die 'Nodequetscher' mit 35 exzellenten Virtuosen in farbigen Kostümen. Ein fulminanter und imposanten Klangkörper!

Es schloßen sich Polonaisen an, die auch im zugeordneten Zelt ihren Widerhall fanden.

Zu später Abendstunde musizierte der Kostheimer „Prähistorische Spielmannszug“ mit Hochstimmungs-Oktaven vortrefflich.
Keiner wollte dazu von der überschäumenden Narrenschar zu dem Evergreen widersprechen: „Es gibt kein Bier auf Hawaii, drum bleib´ich hier!“

(Herbert Fostel) - Bild: Privat

 


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